AMERIKA/PERU - Die Bischöfe beobachten die Landespolitik; „Das ist der schlechteste Augenblick fürdie Auslösung einer neuen Krise“

Donnerstag, 6 August 2020 demokratie   politik   krisengebiete     wirtschaft  

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Die Bischöfe beobachten die Landespolitik; „Das ist der schlechteste Augenblick fürdie Auslösung einer neuen Krise“

Lima (Fides) – Die großen Privatunternehmen, ebenso wie Bürgermeister und die katholische Kirche haben die Exekutive und den Kongress Perus aufgefordert, unvermittelt die schwere politische Krise zu beheben, in der sich das Land befindet, nachdem die Legislative am vergangenen Dienstag das Kabinett von Ministerpräsident Pedro Cateriano zu Fall gebracht hatte.
Der gemeinsame Nenner aller Erklärungen am Mittwoch war die Aufforderung, einen Konsens zu erreichen, Folgen der COVID-19 Epidemie zuvor zu kommen, die Peru an 7. Stelle in der Welt und an 3. In Lateinamerika mit der größten Zahl an Fällen sieht.
Am Dienstag, 4.August hat der Kongress dem Kabinett Cateriano das Vertrauen verweigert und wurde so gezwungen das Amt nach erst 19 Tagen abzulegen, nachdem Präsident Martin Vizcarra sich versichert hatte, dass die Abgeordneten Sonderansprüchen den Vorrang gegeben hatten. Er hat aber die Tatsache akzeptiert und angesagtm dass er innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist ein neues Kabinett zusammensetzen werde.
Fides hat den Wortlaut der Erklärung Peruanischen Bischofskonferenz (CEP) erhalten; diese hat daran erinnert, dass Peru „aufgrund der Pandemie leidvolle Zeiten durchmacht, weshalb sie es für richtig hielt baldmöglichst die „nationale Einheit“ zu fördern. „Dies ist der schlechteste Moment, eine Krise herbeizuführen“, hieß es darin; und es wurde festgestellt, dass die Politik die Differenzen beiseite legen müsse, und stattdessen dem Leben der Peruaner Vorrang geben müsse“.
Abschließend appellierten die Bischöfe an die Politik sich „mit einem vorrangigen Programm um Konsens zu bemühen“, dass das Wohl aller Peruaner an erste Stelle setzt und so „auf der Grundlage eines prioritären Programms das Wohlergehen aller Peruaner in den Vordergrund stellt, „aus der Grundlage von Dialog und gutem Glauben und ehrlicher Absicht , wobei das Allgemeinwohl stets vor allen Gruppeninteressen stehen müsse.
Die politische Krise im Land entstand, als Peru die Zahl von 20.000 Todesfällen aufgrund von COVID-19 überschritten hatte und inzwischen 440.000 Ansteckungen zählt.
(CE) (Agenzia Fides 6/08/2020)



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