AMERIKA - In Zeiten von Corona findet missionarische Bildungsarbeit vermehrt im Internet statt

Donnerstag, 23 Juli 2020   missionarische Öffentlichkeitsarbeit   bildung   päpstliche missionswerke   ortskirchen  

Quito ( Fides) - Die von den Behörden angeordneten Isolations- und Abstandsregeln zur Eindämmung g der Ausbreitung des Coronavirus , hat die Kirche dazu veranlasst, die sozialen Medien stärker zu nutzen, um ihre Evangelisierungsarbeit fortzusetzen und das geistliche Leben von Pfarreien, Gemeinden und Diözese zu fördern. Viele Initiativen, zu denen unter normalen Umständen Meetings und Versammlungen mit Präsenz der Teilnehmer gehörten, werden jetzt mithilfe digitaler Plattformen und sozialer Medien organisiert.
In Chile begann erst gestern ein Zyklus von vier Online-Kolloquien zum Thema "Neue Horizonte für die Verkündigung des Evangeliums", der den Horizont der missionarischen Arbeit auf der Grundlage der aktuellen pastoralen Situation und den Erfahrung Chiles mit besonderem Augenmerk für den pädagogischen Auftrag der Spiritualität bereichern soll .Die Streaming-Angebote können live über Facebook Live mitverfolgt werden.
In einer offiziellen Erklärung der Chilenischen Bischofskonferenz heißt es: „Der Kontext, in dem wir heute leben, wirft Fragen für die missionarische Arbeit, die der Herr der Kirche anvertraut hat. Und selbst wenn wir heute nicht viele Antworten haben, lohnt es sich, einen Dialog zu beginnen, um die aufkommenden Probleme aufzuzeigen und die neuen Wege gemeinsam zu erkennen. Angesichts der bedeutenden Veränderungen, die wir insbesondere in dieser Zeit der Pandemie erlebt haben, sind verschiedene Bereiche der missionarischen Tätigkeit entstanden über die wir uns austauschen sollten".
Das erste Kolloquium, das bereits gestern stattfand, hatte das Thema "Neue Missionsgebiete, integrale Ökologie"; am 19. August, wird das Thema "Meine missionarische Option " im Mittelpunkt stehen; am 16. September lautet das Thema "Solidarität und Mission", während das letzte Treffen am 14. Oktober dem Missionsmonat und der Botschaft des Heiligen Vaters zum Sonntag der Weltmission gewidmet sein wird und von P. Luis Alberto Nahuelanca, O.F.M., Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke, moderiert werden wird.
Auch die brasilianische Kirche nutzt Online-Tools in großem Umfang, um in Zeiten von Vorona ihre pastorale Arbeit fortzusetzen: Die Ausbildung von Katecheten, die gewöhnlich in der zweiten Jahreshälfte stattfand, wird dieses Jahr online angeboten. Zunächst wurden die Katecheten zur Nutzung der online-Angebote befähigt. Am heutigen 23. Juli, findet das erste Online-Treffen statt, das vom Koordinationsbüro der Erzdiözese Florianopolis auf der Google Meet-Plattform veranstaltet wird.
Mit einem Tagesdurchschnitt von über 500 Nutzern fand vom 13. bis 17. Juli die Woche der Liturgie 2020 der Diözese Santo André statt, die zum ersten Mal in den sozialen Medien ausgestrahlt wurde. Die fünftägigen Tage der Bildungsangebote wurden von Koordinatoren und Mitglieder der Liturgiegruppen, Seelsorger und kirchliche Bewegungen sowie Laien aus den 106 Pfarreien in der ganzen Pfarrei genutzt. Die Online-Veranstaltung ermöglichte auch Nutzern aus anderen Städten und Diözesen, sich an der Initiative zu beteiligen.
In der südbrasilianischen Region 4 nahmen die Beauftragen der Soziallehre der Kirche und der Sozialpastoral mit mehr als 2.000 Mitgliedern aus ganz Brasilien an einem online Training teil, das auf dem Youtube-Kanal dieser Region der Bischofskonferenz angeboten wurde.
Am 18. Juli feierten die Päpstlichen Missionswerke in Ecuador den Tag des Päpstlichen Apostel-Petrus-Werks zur Förderung von einheimischen Berufungen im Rahmen einer Live-Übertragung auf Facebook statt. Dabei wurde über die Aktivtäten des Päpstlichen Werkes informiert und Wettbewerb über Tik Tok mit Beiträgen zur Bedeutung der einheimischer Berufungen auf den Weg gebracht. Die Gewinner wurden anhand der höchsten Anzahl von "Likes" ausgewählt und auf der Website der Päpstlichen Missionswerke in Ecuador vorgestellt. Den ersten Platz belegte das Video der Diözese Machala, an zweiter Stelle stand das Video der Pfarrei Ángel de la Guarda der Erzdiözese Guayaquil und an dritter Stelle das Video der Erzdiözese Portoviejo.
(SL) (Fides 23/7/2020)



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