AFRIKA/TOGO - Covid-19: Kirchen sollen versuchsweise Wieder geöffnet werden, Missionen erhalten Hilfsmittel aus dem Corona-Hilfsfonds der Päpstlichen Missionswerke

Freitag, 10 Juli 2020   ortskirchen   gesundheitswesen  

SG

Kolowaré (Fides) – Die kleine Kirche in Togo versucht, sich von der durch die Covid-19-Mandemie und den daraus resultierenden Schwierigkeiten zu erholen, die die ohnehin prekären Bedingungen des Landes verschärft haben. "Wir versuchen, unsere Kirchen wieder zu öffnen”, so Pater Silvano Galli, Priester der Gesellschaft für die Afrikamissionen (SMA), der als Missionar in der Pfarrei St. Léon IX. in Kolowarè tätig ist.
“Am 7. Juli 2020 veröffentlichte die Togolesische Bischofskonferenz dass versuchswiese einige Kirchen in den einzelnen Präfekturrn eröffnet werden sollten, nannte aber noch kein bestimmtes Datum. Unsere Gemeinde in Kolowaré gehört zur Präfektur Tschaoudjo, und wir warten auf die konkreten Bestimmungen, die uns gegeben werden“, erklärt der Missionar. "In diesem besonderen Moment feiern wir jeden Tag zusammen mit Pater Federico, einem Diözesanpriester der in den 1980er Jahren 17 Jahre lang Pfarrer der Kathedrale von Sokodè und derzeit Pfarrer in Kolowaré, die Messe mit den Schwestern Unserer Lieben Frau von den Aposteln."
„Vor ein paar Tagen besuchte uns in deer Mission der Schatzmeister der Diözese Sokodé, Abbé Grégoire Tatoa”, so Pater Galli weitern, „um uns einen Beitrag von Bischof Celestin Gaoua von Sokodé, zu bringen, den er als Hilfe zu Bekämpfung der Pandemie über den Nothilfefonds erhalten hatte, den Papst Franziskus bei den Päpstlichen Missionswerken zur Unterstützung der Ortskirchen in den Missionsländer zur Überwindung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie (vgl. 6/7/2020) erhalten hatte. Seit dem letzten März, als die Kirchen geschlossen wurden, die Versammlungen verboten waren, keine Katechese und Gebetsgruppen mehr stattfanden und die Sakramente nicht gespendet werden konnten, hatte die Gemeinde keine Einnahmen mehr, abgesehen einer ersten Spende des Bischofs. Diese zweite Hilfeleistung kam alle Pfarreien der Diözese zugute", betont er.
„Die Caritas der Pfarrei hat auch versucht in Zusammenarbeit mit den kirchlichen Basisgemeinschaften (CEB) den Schwächsten nahe zu sein und besonders bedürftige Familien in den fünf zur Mission in Kolowarè gehörennden Dörfer zu identifizieren. Jeder bekam eine Paket mit Lebensmitteln."
Zu den gegenwärtigen Bestimmungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie erklärt Pater Galli abschließend, dass „der Ausnahmezustand um weitere 45 Tage bis Mitte August verlängert wurde. Bis zum 8. Juli 2020 gab es fünfzehn Tote aufgrund der Pandemie, bei 695 Infizierten und 475 Genesenen".
(SG/AP) (Fides 10/7/2020)


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