VATIKAN - Corona-Hilfsfonds der Päpstlichen Missionswerke unterstützt Diözesen in Kenia und im Tschad

Samstag, 27 Juni 2020   päpstliche missionswerke   lebensmittelsicherheit   soziale lage   arbeitslosigkeit   familien   hunger   medien  

africa.rivista

Vatikanstadt (Fides) - In der Diözese Doba im Tschad wurden aufgrund der Bestimmungen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie auch Schulen, Kirchen, öffentliche Plätze und andere Versammlungsorte geschlossen, an denen die Gläubigen normalerweise ihren Glauben und die zwischenmenschlichen Beziehungen pflegen. Zum Erhalt der Gemeinschaft in den katholischen Gemeinden trägt das Diözesanradio "La Voix du Paisan" bei, das religiöse Programme, Rosenkranzgebete und Gottesdienste ausstrahlt. Es trug auch dazu bei, die Bevölkerung, insbesondere in ländlichen Gebieten, wo viele Menschen weder Lesen noch Schreiben können für die Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Infektionen zu sensibilisieren. Die Verwaltungskosten des Radiosenders sind für die Diözese insbesondere in dieser Zeit kaum zu bewältigen, da sie auch für die Unterstützung von Seelsorgern sowie Mitarbeitern im Bildungs- und Gesundheitswesen aufkommen muss und infeolge der Schließung von Kirchender Einstellung vieler pastoralen Aktivitäten, die Ressourcen aus den Pfarreien, die ausschließlich auf den Opfergaben der Gläubigen beruhen, praktisch gleich Null sind.
Die Diözese Doba und viele andere Diözesen in den Missionsgebiete erhalten Hilfe aus dem von Papst Franziskus bei den Päpstlichen Missionswerken eingerichteten Nothilfefonds der die Ordskirchen in den Missionsländern während der Covid-19-Pandemie unterstützen soll (vgl. Fides 04/06/2020).
In Kenia waren viele Diözesen stark von den Isolationsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen und mussten den Corona-Hilfsfonds der Päpstlichen Missionswerke um Unterstützung beten, damit die Grundversorgung von Familien und besonders gefähredeten Menschen gewährleistet und Priester und Ordensleute, die durch die Aussetzung der Gottesidneste und pastoralen Aktivitäten keine Mittel mehr für den eigenen Lebensunterhalt haben, zu unterstützen.
Nairobi, die Hauptstadt Kenias und das Hauptgeschäfts- und Handelszentrum des gesamten Landes, war besonders vom Lockdownd betroffen. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit löste bei vielen Familien Zukunftsangst aus, so dass die Erzdiözese Nairobi ist für viele zu einer Quelle der Hoffnung und zu einem Zufluchtsort geworden ist. Die Diözese kümmert sich um die Schwächsten und Familien in Not und in dieseer schweren Zeit insbesondere auch um die Bewohner der Slums. Trotz der sponanten Hilfsbereitschaft vieler Katholiken konnten viele Hilfsanfragen nicht berücksichtigt werden.
Hilfesmittel wurden auch für die Diözese Nyahururu bereitgestellt, wo Lebensmittel an bedürftige Familien verteilt wurden. Die Diözese Lodwar, zu der auch ein Gebiet mit einem besonders unwirtlichen Klima gehört, hatte bereits vor Beginn der Covid-19-Pandemie mehrere Flutkatastrophen erlebt, die Gütern und Menschen großen Schaden zugefügt hatten. Nun ist sie auf Hilfe angewiesen, damit sie die Aktivitäten der Diözese im Bereich der Seelsorge und Evanelisierung sowie die Unterstützung bedürftiger Familien sicherzustellen kann.
In der Diözese Kitale, in der die Mehrheit der Bevölkerung arbeitslos ist und in Armut lebt, werden die beim Corona-Hilfsfonds der Päpstlichen Missionswrke beantragten Hilfsmittel für die Verteilung von Lebensmitteln an Kinder aus armen Familien, die Fortsetzung von Bildungs- und Katecheseangebote, die Versorgung mit sauberem Wasser und den Kauf von Schutz- und Hygieneartikeln verwendet. Der Bischof von Marsabit, eine der ärmsten Diözesen des Landes verteilt auch Lebensmittel an Katecheten und ihre Familien und Bildungsaktivitäten sowie die Programme des Diözesanradios aus Hilfsmitteln finanzieren.
Weitere Hilfen wurden vom Fonds der Päpstlichen Missionswerke für die Diözesen in Kisumu bereitgestellt, die damit den Kauf von Lebensmitteln für die Armen, die Unterstützung pastoraler Aktivitäten und für die Krankenversicherung von Priestern gewährleisten. Die Erzdiözese Mombasa unterstützt mit Mitteln aus dem Hilfsfonds arme Kinder und ein Waisenhaus und kommt für den Lebensunterhalt von Priestern auf. Auch die Diözese Homa Bay kann Priester, Ausbildungshäuser und das kleine Seminar in Rakwaro derzeit kaum aus eigener Kraft unterstützen und muss für das das Funktionieren des Katechesezentrums aufkommen und Gemeinden helfen. Das Apostolische Vikariat Isiolo wird die Hilfsmittel der Päpstlichen Missionswerke für die
Deckung der laufenden Ausgaben der kirchlichen Einrichtungen der Diözese und die Finanzierung des Lebensunterhalts von Geistlichen und Ordensleuten verwenden.
(SL) (Fides 27/6/2020)
 


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