ASIEN/INDIEN - Corona-Pandemie: Katholische Kirche hilft 11 Millionen armen und besonders gefährdeten Menschen

Samstag, 13 Juni 2020   solidarietät   caritas     armut   migranten  

Nuova Delhi (Fides) - Während der Covid-19-Pandemie versorgte die katholische Kirche in Indien während der Zeit der Ausgangssperre und Isolation, die am 25. März begann und in einigen Gebieten mit Infektionsherden noch andauert, mindestens 11 Millionen arme und schutzbedürftige Menschen mit Hilfe. Dies betont die Indische Bischofskonferenz, die unter Berufung auf von Caritas India veröffentlichte Daten feststellt, dass indische Christen im Verhältniss zu ihrer zahlenmäßigen Konsistenz (2,5% der indischen Bevölkerung) Großzügigkeit und Engagement bewiesen haben. Diese positive Bilanz wurde auf einem jüngsten Gipfel gezogen, an der auch der Vorsitzende der Indischen Bischofskonferenz, Kardinal Oswald Gracias, und der Präsident vo Caritas Indien, Erzbischof Sebastian Kallupura, sowie die Vorsitzenden der Regionalen Bischofsräte und die Direktoren des Forums für soziale Entwicklung aus ganz Indien teilnahmen.
Der Gipfel stellte fest, dass 95,2% der Wanderarbeiter ihren Arbeitsplatz und ihren Lebensunterhalt verloren haben. Dies ging aus einer Untersuchung von Caritas India in 18 am stärksten von der Pandemie betroffenen Staaten hervor, darunter Uttar Pradesch, Bihar, Jharkhand, Odischa, Madhya Pradesch, Telangana, Chhattisgarh, Westbengalen, Maharashtra und Assam.
"Migranten und einfache Arbeiter haben am meisten unter der von der Regierung verhängten Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus in Indien gelitten", bestätigte P. Jaison Vadassery, Exekutivsekretär der bischöflichen Kommission für Migranten.
Angesichts der plötzlichen humanitären Krise, von der Tausenden von Menschen betroffen waren, haben sich katholsiche Pfarreien, Orden, Kirchen und christliche NGOs, mobilisiert. In der Erzdiözese Bombay versorgte jede der 124 katholischen Gemeinden die von Covid-19 betroffenen Armen und auch die Opfer des jüngsten Zyklons Amphan mit Lebensmitteln. Schätzungen zufolge erhielten als 7.000 Menschen zweimal täglich Nahrungsmittelhilfen. Das “Social Action Center” der Erzdiözese Bombay hat über das Netzwerk der eigenen Partnerorganisationen Spenden gesammelt und wichtige Hilfsgüter im Wert von mehr als 32.000 US-Dollar verteilt. Die Nutznießer sind ältere Menschen, Arme, Kranke, Mitglieder indigener Gemeinden, Migranten, Straßenkinder, Polizisten und andere schutzbedürftige Personen. In der Erzdiözese Bombay haben das St. Xavier's College und andere Schulen ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, um Hilfsmaßnahmen zu organisieren.
Durch den Lockdowen waren in Indien alle Aktivitäten und die Fortbewegung seit dem 25. März untersagt; Lockerungen in den Bereichen Transport und Dienstleistungen wurden ab dem 8. Juni schrittweise auf den Weg gebracht, während in einigen Gebieten des Landes bis zum 30. Juni noch spezielle "Sicherheitszonen" aktiv sind. Millionen von Wanderarbeitern sizten in verschiedenen Regionen des Landes, ohne Arbeit, Essen und Unterkunft fest.
(SD-PA) (Fides 13/6/2020)


Teilen: