AMERIKA/MEXIKO - Erzbischof Cabrero beklagt Gewalt gegen kirchliche und staatliche Insititutionen

Dienstag, 9 Juni 2020 gewalt   menschenrechte   rassismus   politik  

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Xalapa (Agenzia Fides) - Xalapa (Fides) - In Xalapa im mexikanischen Bundesstaat Veracruz wurden die Kathedrale und das kirchliche Institut "El Beaterio" bei Protesten gegen die Repression der Polizei am gestrigen 8. Juni beschädigt. Ungefähr fünfzig Aktivisten, darunter auch Mitglieder radikaler feministischer Gruppen, verwüsteten dabei verschiedene öffentliche und private Gebäude im Zentrum von Xalapa beschädigt.
Mit verschiedenen Schriften, darunter "Pädophile", "Vergewaltiger" und "Krieg gegen den Staat" beschmierten die Aktivisten unter anderem die kirchlichen Gebäude.
In Mexiko kommt es seit einer Woche zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt in den USA, in deren Zusammenhang es in Mexiko jedoch immer wieder zu für Verwüstung und Gewalt gegen Institutionen gekommen ist. Laut der lokalen Presse wurden in Xalapa allein seit dem 1. Juni insgesamt fünf Kirchen beschädigt.
Am Sonntag, den 7. Juni, verurteilte Erzbischof Jesús Carlos Cabrero von San Luis Potosí, die gewalttätigen Proteste, zu denen es am vergangenen Freitag im historischen Zentrum der Stadt, insbesondere in der Nähe der Büros der Staatsanwaltschaft und des Staatskongresses gekommen war. Der Erzbischof beklagte, dass die Demonstreten, die Schäden an diesen Gebäuden verurscacht haben, hauptsächlich Minderjährige waren, die eigentlich nicht dort hätten sein dürfen und seiner Meinung nach manipuliert werden: “Ich verstehe nicht, was die Kinder genau dort zu suchen haben", betonte er in diesem Zusammenhang.
Erhbischo Jesús Carlos Cabrero vermutet, dass es sich bei diesem soziale Phänomen um einen Dominoeffekt handelt, der in den USA mit dem Tod von George Floyd durch die Polizei ausgelöst wurde. Ausgehend von Guadalajara hätten sich die Demonstrateionen auf mehrere Staaten ausgweitet, in denen es zu Protesten gegen Machtmissbrauch durch die Polizei kommt. "Mit einem Dialog über Werte und Respekt könne mehr erreicht werden, als wenn man sich solchen Protesten anshlägt und nur zuschlägt ", mahnt er abschließend.
(CE)(Fides 9/06/2020)


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