AFRIKA/MALAWI - Covid-19-Pandemie : Erster Kongress der Kindermissionswerke setzt vorbereitende Treffen aus

Dienstag, 26 Mai 2020   kinder   kindermissionswerk   päpstliche missionswerke  

Lilongwe (Fides) - Die Päpstlichen Missionswerke in Malawi wurden die vorbereitenden Treffen für den vom 12. bis 17. August in der Hauptstadt Lilongwe geplanten Ersten Kongress der Kindermissionswerke vorübergehend ausgesetzt. Wie der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Malawi, Pfarrer Vincent Mwakhwawa betont, möchte man zunächst die Beschlüsse der Bischöfe bei ihrer für Ende Juni 2020 geplanten Versammlung mit Blick auf die weitere Entwicklung der Corona-Epidemie im Land abwarten.
"Wir haben die Treffen insbesondere hier in Lilongwe und in den Räumlichkeiten der Nationaldirektion ausgesetzt, um Zusammenkünfgte zu vermeiden, die zu einer weiteren Verbreitung des Virus beitragen könnten", so Pfarrer Mwakhwawa.
Wie der Nationaldirektor mitteilt, bereiten sich die Kinder unterdessen zuhause weiter auf die geplanten Aktivitäten vor, die sie bei dem geplanten Kongress präsentieren werden. Darüber hinaus sei er zuversichtlich, dass sich die Situation verbessern werde und schließt eine Absage des Treffens vorerst aus.
Unter den zur Diskussion stehenden Themen haben die Päpstlichen Missionswerke die Erörterung verschiedener aktueller Fragen zum sozialen und geistigen Wohlergehen von Kindern geplant, darunter auch deren Schutz vor physischem und psychischem Missbrauch und ihrer Verantwortung für den Schutz und die Bewahrung der Umwelt.
Über 1.000 Delegierte und Mitglieder der Kindermissionswerke aus allen acht Diözesen des Landes werden zum Kongress erwartet.
Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt. Aus diesem Grund hat der Höchste Gerichtshof des Landes der malawischen Regierung untersagt, eine allgemeine Schließung der Aktivitäten zur Bewältigung der Corona-Pandemie anzuordnen. Experten zufolge könnten die Eindämmungsmaßnahmen schwerwiegende Folgen haben, die schlimmer sein könnten als die Pandemie selbst, insbesondere in einer Volkswirtschaft, in der viele als Tagelöhner arbeiten. Bisher gibt es in Malawi 102 bestätigte Infektionsfälle, davon sind 33 Patienten genesen und 5 verstorben.
(AP) (Fides 26/5/2020)


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