AMERIKA/KUBA - Corona-Pandemie: Erzdiözese Havanna bittet um Gebet für Würde und Freiheit

Montag, 18 Mai 2020   solidarietät   evangelisierung   menschenrechte   demokratie  

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Havanna (Fides) – Viele Kubaner halten sich trotz des aktuellen Gesundheitsnotstands und der von der Regierung auf den Weg gebrachten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nicht an die vorgeschriebene soziale Distanz und haben Handel und Versammlungen vielerorts nicht wie angeordnet ausgesetzt. "Vor einigen Tagen sagte jemand, als er die wiederholten Zusammenkünfte von Tausenden von Kubanern beobachtete, die sich darum bemühen ihr 'tägliches Brot' zu verdienen: Es besteht kein Zweifel, nur Gott kann dieses Volk schützen", heißt es in einnem Artikel der Bistumszeitschrift „Palabra Nueva” der Erzdiözese Havanna in Bezug auf die riesigen Warteschlangen, zu denen es trotz trotz der Covid-19-Pandemie in ganz Kuba kommt. "Wir müssen mit den Augen Jesu sehen, der Quelle der Hoffnung”, heißt es in der Veröffentlichung die Glaubende und Nichtgläubige, einfache Bürger und Regierende zum Gebet für Würde und Freiheit aufruft.
Unterdessen wandte sich der Erzbischof von Havanna, Kardinal Juan de la Caridad García Rodríguez, vor zwei Tagen in einer Videobotschaft über Facebook an die an junge Kubaner: "Ihr seid sind unsere Hoffnung, ..... Seid achtsam angesichts dieser neuen Situation", so der Kardinal, der die jungen Katholiken aufforderte dem Beispiel der älteren Inselbewohner zu folgen, die auch in schwierigen Zeiten der Kirche treu geblieben waren. "Versucht, Jesus nicht zu enttäuschen, der unser Bezugspunkt ist und immer sein wird".
Nachdem die Kubanische Bischofskonferenz beschlossen hatte, alle öffentlichen religiösen Feiern auszusetzen, ermöglichte die kubanische Regierung der katholischen Kirche erstmals in der Geschichte den Zugang zu staatlichen Radio- und Fernsehsendern für die Übertragung von Gottesdiensten während der Zeit der Isolation.
In Kuba wurden etwa zweitausend bestätigte Fälle von Covid 19 registreirt mit insgesamt 79 Todesfällen.
(CE) (Fides 18/05/2020)


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