AFRIKA/TSCHAD - Covid-19: Bischöfe fordern Maßnahmen zur Garantie der Lebensmittelsicherheit

Freitag, 15 Mai 2020 bischöfe     ortskirchen   wirtschaft  

N’Djamena (Fides) – "Wir schätzen die rasche Reaktion des Staates mit Blick auf die Bekämpfung der Pandemie durch das Krisengremium und die Behörde für Gesundheitssicherheit", schreiben die Bischöfe des Tschad in einer Botschaft über die Auswirkungen von COVID-19 auf die Ortskirche.
Auch im Tschad wurden die Kultstätten geschlossen, um eine Ausbreitung der Infektionen zu verhindern, aber dies - so die Bischöfe - "bedeutet nicht die Aussetzung des Gebets und anderer Formen der Religionsausübung, sondern nur die Aussetzung öffentlicher religiöser Zeremonien".
Zwar begrüßen die Bischöfe die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie im Bereich der öffentlichen Gesundheit, doch sie warnen auch davor, dass die Folgen der daraus resultierenden Wirtschaftskrise verheerende Auswirkungen auf die Bevölkerung haben könnten, insbesondere auf die ärmsten Bevölkerungsgruppen. "Aus ländlichen Gebieten kommen wichtige Güter und insbesondere Lebensmittel", unterstreichen sie. „Die Regenzeit hat bereits eingesetzt und es beginnt die Zeit für die Aussaat. Es müssen konkrete Schritte unternommen werden, damit die Landwirte ihre Felder sicher bewirtschaften können. Die landwirtschaftliche Saison könnte zusätzlich durch die anhaltenden Konflikte zwischen Nomaden und sesshaften Bauern beeinträchtigt werden", so die Bischöfe, die die Behörden auffordern, sich dafür einzusetzen, dass" in den ländlichen Gebieten in der Zeit von der Aussaat bis zur Ernte ein sozialer Waffenstillstand herrscht, damit die Ernährungssicherheit des Landes nach der Pandemie gewährleistet werden kann".
In diesem Zusammenhang stellen die Bischöfe die Ressourcen der Kirche ausgehend von den Strukturen der Caritas in den Dienst der Zusammenarbeit mit dem Staat, wenn es darum geht den von der Krankheit und ihren Folgen betroffenen Menschen unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit zu helfen.
Die Bischöfe danken allen, die sich für die Bekämpufng der Krankheit einsetzen, und hoffen abschließend, dass "die Pandemie nicht nur ein Übel ist, sondern auch eine Gelegenheit zur Einladung zur Umkehr zu größerer Solidarität wird".
(LM) (Fides 15/05/2020)


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