AMERIKA/CHILE - Corona-Krise: Chilenische Diözesen helfen besonders betroffenen Familien

Donnerstag, 7 Mai 2020   caritas   ortskirchen  

Santiago (Fides) - Die Pandemie trifft hunderte chilenischer Familien, die infolge von Arbeitslosigkeit ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können besonders hart. Für diese Familien brachte die Caritasstelle der Diözese Iquique die Aktion "Fünf Brote und zwei Fische" auf den Weg, in deren Rahmen, Spenden für den Kauf von Hilfsmittel für die am stärksten gefährdeten Familien zu gesammelt werden sollen. Die bereit gestellten Hilfspakete enthalten Lebensmittel für eine Gruppe vier Personen für einen Monat. Wenn wir von "den Schwächsten" sprechen,so Rosa Marschhause, Koordinatorin der Caritas Iquique, "meinen wir ältere Menschen, Familien mit Kindern, schwangere Frauen und Menschen mit Vorerkrankungen. Wir helfen mit Lebensmitteln, Medikamenten und allem, was wir anbieten können, abhängig von der Hilfe und den Spenden, die wir erhalten."
Die Caritas der Diözese Santa María de Los Ángeles hat eine Spendenkampagne für Familien in der Region Bio Bio auf den Weg gebracht. "Die Familien, die die Auswirkungen dieser Pandemie spüren, sind zahlreich”, so die Caritas in einer Mitteilung, „nicht nur im Gesundheitsbereich, sondern auch was den Arbeitsplatz anbelangt, weshalb sie sich den Kauf von Lebensmitteln und Kleidung nicht mehr leisten können. Hinzu kommt das Drama, das einige Familien von deb Bränden betroffen sind, die zahlreiche Häuser zerstört haben."
Die Diözese Los Angeles bittet daher die gesamte katholische Gemeinde und alle Menschen guten Willens darum, sich der Kampagne anzuschließen und nicht verderblichen Lebensmitteln, Körperpflegeprodukte, Winterkleidung, Matratzen, Bettwäsche oder finanzielle Beiträge für bedürftige Familien zu spenden.
Die Diözese San José de Temuco bietet in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus „Hernán Henríquez Aravena” einen Telefondienst für geistliche Begleitung an: Priester, Diakone und freiwillige Helfer antworten auf die Fragen der Anrufer. "In dieser Zeit der Pandemie sind die Aufmerksamkeit, Zuhören, Begleitung und spirituelle Stärkung vieler Patienten, Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Familien, besonders wichtig, die auf die eine oder andere Weise gegen dieses Virus kämpfen", heißt es in einer Mittelung der Diözese zur Initiative. "Wir wollen, dass dieses Beratungsangebot ein Treffpunkt und eine Quelle lebendigen Wassers ist, wo wir Zeugen der Hoffnung sein können. Wir wollen solidarisch sein, wir wollen unsere Schulter zum Anlehnen anbieten, damit sich die Menschen unterstützt fühlen und diese Zeit, die so viel Schmerz verursacht, gut überstehen können”, so Pfarrer Juan Andrés Basly, Generalvikar der Diözese San José de Temuco.
(SL) (Fides 7/5/2020)


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