AMERIKA/KOLUMBIEN - Caritas-Hilfsprogramme für besonders Bedürftige während der Corona-Epidemie: „Es ist Zeit zu helfen“

Dienstag, 7 April 2020 armut     caritas   zivilgesellschaft   ortskirchen  

Bogotà (Fides) - Angesichts der aktuellen Gesundheitskrise, arbeitet die katholische Kirche in den kolumbianischen Erzdiözesen, Diözesen und Vikariaten unermüdlich mit lokalen Behören, Universitäten, Institutionen und sozialen Organisationen zusammen, um besonders Bedürftigen humanitäre Hilfe anzubieten. Caritas Kolumbien unterstrich in einer Verlautbarunt, dass der Gesundheitsnotstand aufgrund von Covid-19 alle Menschen betrifft, aber für diejenigen, die keine feste Anstellung haben, umso schwerwiegender ist. Sie leiden oft an Vorerkrankungen, sind obdachlos, leben auf der Straße, mussten ihre Heimat verlassen und befinden sich größtenteils in einer Situation wirtschaftlicher und sozialer Verwundbarkeit.
Um diesen Menschen in der Not zu helfen, hat die Kirche verschiedene Initiativen auf den Weg gebracht und stellt in verschiedenen Regionen des Landes Lebensmittel, finanzielle Unterstützung, Unterkunft und psychosoziale Begleitung bereit. Dies gelingt dank der Unterstützung von Hunderten von Menschen, die in Form von Sach- und Geldspenden sicherstellen, dass den Menschen, die besonders gefährdet sind, geholfen werden kann.
 Am wichtigsten, so Caritas Kolumbien, sei die die Lieferung nicht verderblicher Lebensmittel, um zur Ernährung der Menschen und Familien beizutragen, die sie am dringendsten benötigen. Dazz gehören vor allem Menschen, die auf der Straße leben, Straßengeschäfte betreiben oder aber auch ältere Menschen. Diese Hilfsmittel werden durch Spenden von Privatpersonen und Familien in den Pfarreien aber auch mit Unterstützung einiger Geschäftsleute und in Abstimmung mit den lokalen, regionalen und nationalen Behörden und in einigen Fällen mit Unterstützung internationaler Hilfswerke bereitgestellt .
"Die Pfarrgemeinden verteilen Hilfe an schutzbedürftige Familien, die sie bereits vor der Pandemie unterstützt haben, und können dies mithilfe dieser Ressourcen auch weiterhin tun", so Pfarrer Jaime Alberto Mancera Casas aus der Erzdiözese Bogotá. "Durch die Strukturen der Sozialpastoral der Diözese erreichen wir sie direkt in ihren Häusern. Wir haben dies seit jeher getan, doch jetzt hat unsere Arbeit aufgrund der besonderen Notlage zugenommen", so Pfarrer Edgar Alfonso Gómez, Leiter der Abteilung für soziale Seelsorge der Diözese Sonsón-Rionegro. „Wir führen eine Solidaritätskampagne bei Unternehmen durch, und bitten um die Bereitstellung Lebensmittel und Grundnahrungsmittel. Wir verteilen auch Lebensmittel im Rahmen des Programms einer Lebensmittelbank der Abteilung für soziale Pastoral und verteilen Lebensmittelgutscheine, damit die Begünstigten dort direkt abholen können, was sie benötigen", so Pfarrer Harold Tejada Córdoba aus der Diözese Santa Marta.
 Zu den Initiativen in den Diözesen gehört auch die Bereitstellung von Unterkünften für Obdachlose und die psychologische Begleitung und Unterstützung zur Überwindung der negativen Auswirkungen der Quarantäne (Depressionen, Angstzustände, erhöhte Gewalt); ältere Menschen, Kinder, Jugendliche und Familien erhalten auf der Grundlage einer mit in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden erstellten Datenbank finanzielle Hilfe, wobei die besonderen regionalen Erfordernisse berücksichtigt werden. “Es ist Zeit zu helfen!“, betont Caritas-Kolumbien angesichts der besonderen Bedürfnisse mit Blick auf die Corona-Epidemie.
(SL) (Fides 07/04/2020)


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