EUROPA/ITALIEN - Libanesischer Heiliger ist Schutzpatron des neuen Krankenhauses für Coronapatienten auf dem Messegelände in Mailand

Donnerstag, 2 April 2020 heilige     mittlerer osten   ostkirchen   gesundheitswesen  

Mailand (Fides) - Der libanesische Heilige Charbel wird zusammen mit dem lombardischen Heiligen San Riccardo Pampuri Schutzpatron des neuen Krankenhauses sein, das in Rekordzeit in den Pavillons auf dem Messegelände der “Fiera di Milano” eingerichtet wurde, um Corona-Patienten zu behandeln in der besonders betroffenen italienischen Region Lombardei zu behandeln. Am Montag, den 30. März, Erzbischof Mario Delpini von Mailand das neue Krankenhaus, und vertraute "diesen Ort der Fürsorge und Hoffnun der Fürsprache des heiligen Arztes und des Bruders Riccardo Pampuri und des heiligen libanesischen Mönchs und Arztes Charbel Makhluf an”. Erzbischof Delpini bat auch "Maria, Mutter der Kranken, unser Flehen zu erhören, den göttlichen Segen für dieses Krankenhaus zu erbitten, für diejenigen, die es entworfen und eingerichtet haben, für die Kranken, die dort behandelt werden, und für diejenigen, die ihr Möglichstes tun, um ihnen zu helfen." .
 Riccardo Pampuri (1897-1930), trat als junger Arzt aus Trivolzio, dem Orden des heiligen Johannes von Gott (Fatebenefratelli) bei und ist für viele lombardische Katholiken ein vertrauter Heiliger. Der libanesische Priester Assaad Saad, der die maronitischen Gemeinde in Mailand leitet, betont gegenüber Fides, dass er in den letzten Jahren festgestellt habe, dass in der Lombardei und ganz Italien auch der heilige Charbel verehrt wird. "Noch vor der Pandemie", erinnert sich Pfarrer Assaad, "kamen viele Kranke zur Krebsbehandlung aus Süditalien nach Mailand. Und viele baten darum, die Reliquien des Heiligen zu verehren zu dürfen, bevor sie ins Krankenhaus gingen."
 Die sterblichen Überreste des Heiligen Charbel, einem Mönch des libanesischen Maronitenordens, werden im Libanon im Kloster in Annaya in einer Zedernurne aufbewahrt. Unzählige körperliche und geistige Heilungen von Christen und Muslimen werden im Libanon und auf der ganzen Welt mit der Fürsprache des Heiligen Charbel verbunden. Die wundersamen Phänomene traten “post mortem” bei denen auf, die am Grab des Mönchs beteten, aus dem einst mit Wasser vermischtes Blut sickerte. "Diese Pandemie ist global", bemerkte Pfarrer Assaad, “und dass nun der libanesischen Heilige Charbel zusammen mit dem lombardischen Heiligen Pampuri als Schutzpatron des neuen Krankenhauses für Coronavirus-Patienten ausgesucht wurde, deutet möglicherweise darauf hin, dass auch die Fürsprache der Heilige, die wir jetzt brauchen, universell ist“.
(GV) (Fides 2/3/2020).


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