AMERIKA/CHILE - Männer- und Frauenorden stellen Räumlichkeiten für die Unterbringung von Coronapatienten zur Verfügung

Donnerstag, 2 April 2020     ortskirchen  

Santiago (Fides) – „Chile und die ganze Welt erleben eine ernsthafte Krise des Gesundheitswesens. Die weltweite Verbreitung von Covid-19 hat eine schmerzhafte große Anzahl von Opfern verursacht und die Erfordernisse und Mängel der verschiedenen Gesundheitssysteme hervorgehoben. Dies ist ein Problem, das alle betrifft, und jeder kann dazu beitragen, dass sich dieses Virus, von dem viele unserer Brüder und Schwestern betroffen sind, nicht weiter ausbreitet. Heute sind wir alle involviert und betroffen. Wir laden Frauen- und Männerorden ein, die über Exerzitienhäuser verfügen und glauben, sie dem Staat zur Verfügung stellen zu können, sich mit dem Gesundheitsministerium in Verbindung zu setzen, um die Eignungskriterien zu prüfen", so Pater Héctor Campos, OFM Cap., Präsident der Konferenz der Männer- und Frauenorden in Chile und Schwester Sara Romero MSsR, Exekutivsekretärin der Konferenz, in einem Schreiben an die Ordensoberen uns an die Koordinatoren der zuständigen Stellen in den Diözesen.
Wie aus der Mitteilung hervorgeht wird die chilenische Bischofskonferenz einen entsprechenden Dialog mit den Bürgermeistern und den Behörden des Gesundheitswesens in den Provinzen aufnehmen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bis zum 30. März in Chile 2.738 positive Coronavirus-Fälle getestet und 12 Todesfälle registriert. Dem Aufruf der Konferenz zur Bereitstellung der eigenen Häuser für die Behandlung von Patienten mit Covid 19 folgten bereits folgende Ordensgemeinschaften: die Schwestern des Guten Hirten, die Kleriker von San Viatore, Gesellschaft Jesu, Missionare Mercedari, Kongregation der Heiligen Herzen, Salesianer Don Boscos, Missionsschwestern der Franziskaner, Maristen, Minderbrüder der Franziskaner (OFM). Zusätzlich wurden die Räumlichkeiten des Hauptsitzes der Ordenskonferenz zur Verfügung gestellt.
Unterdessen stellt auch das Erzbistum Santiago die Räumlickeiten von 15 kirchlichen Einrichtungen für die Unterbringung von Obdachlosen zur Verfügung. Und mit einem Online-Segensgebet von Erzbischof Celestino Aós von Santiago, nah der Telefondienst "Estamos Contigo" seine Tätigkeit auf, der Menschen mit Videotelefonaten aus der Perspektive des Glaubens zuhören und nicht nur Christen währen der Coronakrise begleiten will.
(SL) (Fides 2/4/2020)


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