AFRIKA/COTE D’IVOIRE - Coronavirus: Nach Gottesdienstverbot fährt ein Pfarrer mit Monstranz durch die Straßen seiner Gemeinde

Donnerstag, 26 März 2020   ortskirchen   sakramente   priester  

Abidjan (Fides) - "In diesen dunklen Zeiten der Isolation dachte ich, dass man Jesus Christus nicht wegsperren darf. Ich entschied deshalb, dass ich als euer Pfarrer mit dem Allerheiligsten Sakrament durch die Straßen der Gemeind gehen werde", so Pfarrer Eric Norbert Abekan aus der Pfarrei der Heiligen Familie von Riviera 2 in der Erzdiözese Abidjan.
Nachdem bereits am Sonntag, 22. März in den meisten Pfarreien der Elfenbeinküste keine Messen mehr stattfanden, machte sich Pfarrer Abekan in einer beispiellose eucharistische Prozession mit dem Allerheiligsten Sakrament auf den Weg durch die Straßen und Gassen seiner Gemeinde.
In einem Fahrzeug mit offenem Dach stehend hielt er das Allerheiligste in der Hand und fuhr durch die Straßen, um den Gläubigen nahe zu sein, die wegen der Verbreitung des Coronavirus zu Hause bleiben mussten.
Begleitet von seinen Pfarrern, die einen einen angemessenen Abstand einhielten, versucht Pfarrer Abekan Hoffnung zu schenken und Trostes zu spenden: "Habt keine Angst! Haltet euch an die Anweisungen der Regierung".
Der Initiative, schlossen sich die Einwohnern der Gemeinde gerne an: vor vielen Häusern knieten die Menschen in den Eingängen beim Vorbeifahren des Gemeindepfarrers mit der Monstranz in Zeichen der Verehrung nieder.
Wie Pfarrer Abekan, ergriffen auch viele andere Priester die Initiativen, und übetragen heilige Messen online über die Internetseiten ihrer Pfarreien und soziale Netzwerke.
(S.S.) (L.M.) (Fides 26/3/2020)


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