AMERIKA/BOLIVIEN - Coronavirus: Bischofskonferenz setzt kirchliche Aktivitäten aus, Präsidentschaftswahl im Mai soll stattfinden

Freitag, 20 März 2020 menschenrechte   krisengebiete    

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La Paz (Fides) – Die katholische Kirche in Bolivien hat beschlossen, liturgische Feiern und pastorale Aktivitäten angesichts der globalen Corona-Krise auszusetzen. Die Bolivianische Bischofskonferenz hatte ihre Priester bereits angewiesen, die Kommunion nur noch in die Hände zu geben und auf den Friedensgruß zu verzichten. Katecheseveranstaltungen und andere religiöse Aktivitäten werden ebenfalls neu programmiert, um möglichst jede Art von Ansteckung zu vermeiden.
Die katholische Kirche habe beschlossen, auch alle Sonntagsgottesdienste und songstige Aktivitäten in den Pfarrgemeinden angesichts des gesundheitlichen Notstands, der aufgrund des Coronavirus auch in Bolivien herrscht, auszusetzen, teilte der Vorsitzende der Bischofskonferenz Erzbischof Ricardo Centellas in einer von “Radio Fides” ausgestrahlten Ansprache mit.
In fast allen Diözesen des Landes wurden deshalb auch entsprechende Bestimmungen erlassen, die alle kirchliche Versammlungen angesichts der dringend notwendigen Vorsichtsmaßnahmen bis auf weiteres zu verschieben.
Unterdessen wurde von den bolivianischen Behörden noch keien endgültige Entscheidung im Hinblick auf die für den 3. Mai geplanten Präsidentschaftswahlen getroffen. Wie aus Agenturberichten hervorgeht, soll dass das Oberste Wahlgericht von Bolivien die Orgenosation der Präsidentschaftswahlen vorbereiten, obwohl zahlreiche Vertreter der Gesellschaft darum gebeten hatten, aufgrund der Coronavirus-Epidemie mit bisher insgesamt 12 Infizierten im Land, die Wahl zu verschieben.
Das Wahlgericht veröffentlichte in dieser Wählerlisten und die Nahmen der Vorsitzenden der Wahllokale. Sowohl das Oberste Wahlgericht als auch beiden wichtigsten Parteien des Landes lehnen eine Verschiebung der Präsidentschaftswahl bisher noch ab. Der Präsident des Wahlgerichts, Salvador Romero, bestätigte am Wochenende, dass das Datum für die Wahl an der sieben Millionen Wähler teilnehmen sollen „eingehalten wird". Die eigentlich schon für einen früheren Zeitpunkt geplante Wahl musste bereits einmal verschoben werden (vgl. Fides 4/11/2019).
(CE) (Fides, 20/03/2020)


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