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Europa

2003-09-26

EUROPA/ITALIEN - NEUER SITZ FÜR DIE CHINESISCHE KATHOLISCHE GEMEINDE IN ROM: „NEUE HOFFNUNG FÜR DAS APOSTOLAT“, SO DER KAPLAN DER CHINESISCHEN GEMEINDE, PATER JOHN CHIU

Rom (Fidesdienst) – Die chinesische katholische Gemeinde in Rom hat einen neuen Sitz: die Kirche des hl. Bernhard von Siena in der römischen Via Panisperna Nr. 256. Die Übernahme wird am 28. September um 16.00 im Rahmen einer offiziellen Feier stattfinden, bei der auch das Zentrum Augustin Chao und die dazugehörige Bibliothek eingeweiht werden. „Dies ist für die chinesische katholische Gemeinde und für viele Freunde und Gönner, die sich uns anschließen werden, Anlass zu großer Freude sein“, so der Kaplan der chinesischen Gemeinde, der Franziskanerpater John Chiu im Gespräch mit dem Fidesdienst.
„Wir freuen uns wirklich“, so Pater Chiu, „dass das Vikariat der Diözese Rom uns die Kirche des hl. Bernhard von Siena übergeben hat, nachdem wir uns lange Jahre in der Kirche San Lorenzo in Panisperna versammelt hatten, die dem italienischen Innenministerium gehört und heute Kirche der Italienischen Polizei ist.
Die seelsorgerische Tätigkeit wird fortgesetzt: „Wir haben eine katholische Gemeinde mit rund 250 Gläubigen. Insgesamt leben in Rom rund 6.000 offiziell gemeldete chinesische Einwanderer, wobei die Dunkelziffer jedoch auf rund 25.000 geschätzt wird. Die meisten sind im Gaststätten- und Textilbereich tätig. Viele warten auf eine Aufenthaltserlaubnis und dies führt dazu, dass sich zahlreiche Familien in einer schwierigen Lage befinden, wenn es darum geht eine Wohnung oder einen Arbeitsplatz zu finden“, so der Pater.
Seelsorgerische und praktische Hilfe bietet das Zentrum „Augustin Chao“ im Rahmen von Sprachkursen, einer Sozialstation, Übersetzungshilfen und Unterstützung bei bürokratischen Problemen, Gesundheitsversorgung in Zusammenarbeit mit der Caritasstelle der Diözese Rom und Wohnungsvermittlung. „Das bereits 1968 gegründete Zentrum wurde von Kardinal Gregor Agaggianian, dem damaligen Präfekten der Kongregation für die Evangelisierung der Völker eingeweiht“, erzählt Pater John Chiu im Gespräch mit dem Fidesdienst, „und es hat seinen Namen vom ersten der 120 chinesischen Märtyrer des Jahres 1815, die von Papst Johannes Paul II. am 1. Oktober 2000 heilig gesprochen wurden“ Das Zentrum organisiert auch Chinesisch-Kurse für Kinder und Jugendliche.
Was die Evangelisierungstätigkeit in der chinesischen Gemeinde anbelangt, erklärt Pater John: „es handelt sich um eine mündliche Propaganda: viele nähern sich über Freunde oder Bekannte dem katholischen Glauben oder kommen durch die Gemeindepfarrer der verschiedenen römischen Pfarrgemeinden zu uns, die die chinesischen Einwanderer zu uns schicken“.
„Heute“, so Pater Chiu weiter, „habe ich zwei Assistenten, die mir bei der Arbeit in unserem neuen Sitz helfen werden, wo hoffentlich eine neue Phase der seelsorgerischen Tätigkeit beginnen kann, die den Erfordernissen der katholischen chinesischen Gemeinde in Rom entspricht. In den vier Jahren meiner Tätigkeit hier habe ich viele Bekehrungen gesehen. Heute gibt es neue Hoffnung für das Apostolat und die Evangelisierung!“ (PA) (Fidesdienst, 26/9/2003 – 41 Zeilen, 445 Worte)

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