ASIEN/PAKISTAN - Bischöfe beim Premierminister: Sorgen der Christen und Umweltschutz standen im Mittelpunkt

Freitag, 5 Juli 2019 politik   internationale politik   menschenrechte   umwelt   gesellschaft   bischöfe   religiöse minderheiten  

slamabad (Fides) - „Unser Treffen mit Premierminister Imran Khan dauerte ungefähr 30 Minuten. Während dieser Zeit sprachen wir mit ihm über die Probleme und Sorgen der Christen in Pakistan. Darüber hinaus haben wir im Namen der Bischofskonferenz und der sieben katholischen Diözesen (Karatschi, Hyderabad, Multan, Faisalabad, Lahore, Islamabad-Rawalpindi und Quetta) einen finanzellen Beitrag zum Bau der größten Wasserbecken in Pakistan überreicht", so der Generalsekretär der Pakistanischen Bischofskonferenz Benny Mario Travas von Multan, nach einem Treffen katholischer Bischöfe mit Premierminister Imran Khan in dessen Büro in Islamabad am gestrigen 4. Juli statt. An dem Gespräch nahmen Erzbischof Sebastian Francis Shaw von Lahore und Bischof Indrias Rehmat von Faisalabad teil. Das Treffen war auf Initiative des christlichen Abgeordneten Jamshed Thomas zustande gekommen.
Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, würdigte Imran Khan den Beitrag der katholischen Kirche zur Entwicklung Pakistans. Der Ministerpräsident antwortete auf die Fragen der Bischöfe und bekräftigte das Engagement der Regierung, um den Herausforderungen zu begegnen, denen sich die Glaubensgemeinschaften der Minderheiten im Land gegenübersehen.
Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Joseph Arshad, überreichte dem Premierminister einen Scheck über 5.650.000 pakistanische Rupien (ca. 32.470 Euro) als Beitrag für den Bau der Staudämme in Diamer-Bhasha und Mahmand. Die Bischöfe beschlossen im November 2018, Spenden zur Unterstützung der Initiative des damaligen Präsidenten des Obersten Gerichtshofs von Pakistan, Mian Saqib Nisar, zu sammeln, der einen einen speziellen Fonds für die beiden Staudämme Diamer-Basha und Mahmand eingerichtet hatte. Die Initiative wurde auch von Imran Khan unterstützt, der nach seiner Ernennung zum pakistanischen Premierminister das Engagement für den Bau dieser beiden großen Wasserbecken fortsetzte.
Bischof Samson Shukardin, OFM, von Diözese Hyderabad, erklärt gegenüber Fides: "Wir haben in allen Diözesen Pakistans haben Briefe an die Gläubigen geschrieben, in denen sie gebeten wurden, pakistanische Regierung bei dieser Bauinitiative zur Erzeugung von Wasserreserven mit ihren Spenden zu unterstützen. Wir haben überreicht, was das Ergebnis der Großzügigkeit der Gläubigen war", so Bischof Shukardin, der hinzufügt: "Jedes Jahr erleben wir die Auswirkungen des Klimawandels und des starken Anstiegs der Hitze im Sommer. Wir leiden unter Wasserknappheit und anderen damit verbundenen Notlagen. Wir Bischöfe haben das Bedürfnis verspürt, dieses Anliegen zu unterstützen, und wir haben uns der Sache angenommen und unsere Priester und Gläubigen dazu ermutigt, einen großzügig Beitrag zu leisten".
"Die Kirche steht bereits im Dienste des Landes und leistet hochwertige Bildungsarbeit und Gesundheitsfürsorge durch ihre Universitäten, Schulen, Krankenhäuser und Sozialeinrichtungen. In den letzten Jahren leisten wir auch einen Beitrag zum Schutz der Umwelt und zur Bekämpfung der Erderwärmung. Und wir versuchen das Bewusstsein unserer Bevölkerung für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Wasser und seinen Schutz zu schärfen", so der Bischof.
"Jede Diözese“, so der Bischof abschließend, „setzt sich in Zusammenarbeit mit Regierungsstellen in ihrem jeweiligen Gebiet für den Umweltschutz ein. In ganz Pakistan haben wir über Caritas Pakistan, dem Hilfswerk der katholischen Kirche in Pakistan, mehr als 10 Millionen Bäume gepflanzt“. Auch in diesem Bereich versucht die katholische Kirche in Pakistan sich zusammen mit der Regierung und den Institutionen für das Gemeinwohl des Landes zu engagieren.
(AG-PA) (Fides 5/7/2019)


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