AFRIKA - Nach dem Zyklon “Idai”: “Man ist nie zu arm, um zu helfen”

Dienstag, 2 April 2019 solidarietät   naturkatastrophen   humanitäre hilfe    

Kara (Fides) – „Die Kirche von Afrika hat nicht schweigend zugesehen. Neben einer großen moralischen und spirituellen Unterstützung haben viele Diözesen in Afrika spezielle Spendenaufrufe auf den Weg gebracht, um die Opfer des Zyklons „Idai“ praktisch zu unterstützen", so Pater Donald Zagore, von der Gesellschaft der Afrikamissionen In Mosambik, Simbabwe und Malawi ist nach der Verwüstung durch den Zyklon „Idai“ die Lage weiterhin kritisch. Während mit dem Sinken des Wasserspeigels die Zahl der Toten und Verletzten steigt, sind Häuser und Gebäude überflutet, Straßen blockiert und viele Gebiete unzugänglich. Das Risiko von Epidemien ist ebenfalls hoch: aus der Stadt Beira meldete die Regierung erste Cholera-Infektionen.
„Humanitäre Hilfe spiegelt die Identität der Kirche in Afrika wider, die sich als ‚Familie Gottes‘ versteht. Eine Familie, die solidarisch mit der Not ihrer Brüder und Schwestern ist, ist ein Zeugnis des Glaubens und der Nächstenliebe während der Fastenzeit, dem Moment der Nächstenliebe und der Brüderlichkeit an sich", so der Missionar.
"Während in der Vergangenheit in Afrika angesichts der Katastrophen, die den Kontinent treffen, die Augen in der Regel auf europäische Hilfe gerichtet sind, möchten wir uns heute darum bemühen, auf unserem Kontinent eine Mentalität der schnellen Reaktion und Mobilisierung zu schaffen. Afrikaner müssen sich mehr auf ihre Brüder und Schwestern verlassen können als auf jeden anderen. Wir sind nie zu arm um zu helfen ", fährt Pater Zagore fort.
„Hilfsbereitschaft hat den afrikanischen Kontinent seit jeher ausgezeichnet“, so der Missionar abschließend, „Es geht über alle kulturellen und ethnischen Unterschiede hinaus und hilft jedem, der an die Tür klopft. Der Wert der ‚afrikanischen Solidarität‘ muss auch künftig durch konkrete Maßnahmen genährt werden, die der Bedrohung durch große kulturelle Veränderungen in unserer modernen Welt standhalten können, die vielmehr auf Individualismus und Selbstsucht abzielen. Die Solidarität mit unseren verzweifelten Brüdern in Mosambik, Simbabwe und Malawi muss heute eine vorrangige Verpflichtung in ganz Afrika sein".
(DZ/AP) (Fides 2/4/2019)


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