AMERIKA/URUGUAY - Salvador García Pintos: Ein Abgeordneter, Arzt und Familienvater auf dem Weg zu den Altären

Freitag, 27 Juli 2018   laien   politik   abtreibung   ortskirchen  

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Montevideo (Fides) - Am 25. Juli wurde in Montevideo offiziell die Prozedur der Kanonisierung von Dr. Salvador García Pintos, Arzt, Abgeordneter, Journalist, Leiter von katholischen Institutionen in der Gesellschaft, verheiratet und Vater von sieben Kindern, eröffnet. Er wurde 1891 in Montevideo geboren und starb 1956 in La Floresta. Der Einsetzungsakt des Diözesantribunals, unter dem Vorsitz von Kardinal Daniel Sturla, Erzbischof von Montevideo, erfolgte im Amtssitz des Erzbischofs im Beisein von zahlreichen Nachkommen des Dieners Gottes. Einige unter ihnen hatten die Sache mittels einer eigens für diesen Zweck gegründeten Vereinigung vorangetrieben.
Der Urheber des Antrags, Gerardo García Pintos, hat bei der Gelegenheit Auszüge aus einem Brief verlesen, in dem die Erzdiözese um Eröffnung des Vorgangs gebeten wird: „seit seinem Tod war das Leben von Salvador García Pintos Beispiel nicht nur für seine zahlreichen Nachkommen, sondern auch für die 2.273 Menschen, die die Bitte um Eröffnung der Prozedur gebeten hatten. Die Facebookseite, die vor weniger als einem Jahr geschaffen wurde, hat schon ca. 50.000 Besucher. Mit wachsender Häufigkeit gehen Nachrichten von Personen ein, die um seine Hilfe bitten und Fälle schildern, die seine Heiligkeit bezeugen.“
Kardinal Sturla beschreibt den Arzt als „korrekt bei der Verteidigung des menschlichen Lebens von der Empfängnis an“; er spielt dabei auf seine Rolle im Parlament als Gegner der Legalisierung der Abtreibung in den 30er Jahren an - die auch dank seines Einsatzes weiterhin als Straftat gilt – und hat ihn auf dieselbe Ebene mit anderen „Kandidaten für die Altäre – wie Alcide de Gasperi, Robert Schumann und Giorgio La Pira - gestellt. Marta, eine der beiden noch lebenden Töchtern des Arztes sprach gerührt zu den Anwesenden: „Der Papst definiert die Seligpreisungen als den 'Personalausweis der Christen'. Ich habe gesehen, wie Vater sie gelebt hat und wie er die Nächstenliebe nach Kap. 25 des Matthäus-Evangelium praktizierte.“ Das Gericht muss jetzt Zeugnisse und Dokumente sammeln, die die heroischen Tugendtaten des Kandidaten beweisen.
Am Ende der Diözesanphase, die einige Jahre dauern kann, wird ein ausführlicher Bericht mit entsprechender Dokumentation an den Vatikan geschickt, wo dann die Prozedur fortgeführt wird, die im positiven Fall García Pintos zum Ehrwürdigen erklärt wird. Es wird die Bestätigung ein durch ihn erfolgten Wunders nötig sein, damit er selig gesprochen werden kann und dann eines zweiten Wunders für die Heiligsprechung. Der Fall von García Pintos schließt sich an den von Consuelo und Dolores Aguiar Mella an, die selig gesprochen sind als Märtyrer des spanischen Bürgerkriegs; Jacinto Vera, erster Bischof des Landes, Ehrwürdiger; der Diener Gottes, Walter Chango und Isidro Alonso (Pater Cacho), und die selig gesprochene Begründerin der Kapuziner-Schwestern, Francesca Rubatta (geboren in Carmagnola, in der Provinz Turin, Italien). (SM) (Agenzia Fides 27.07.2018)


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