AMERIKA/PARAGUAY - Initiative “Living Peace”: Junge “Friedensbotschafter” gegen Gewalt und Mobbing an Schulen

Samstag, 7 April 2018 frieden   gewalt   kinder   gesellschaft   dialog   schule   kirchliche bewegungen  

SM

Asunción (Fides) - "In Paraguay erleben wir soziale Gewalt, die von Aggression und Mobbing geprägt ist. Deshalb versuchen wir, den Jugendlichen Initiativen anzubieten, die Werte vermitteln, wie das gegenseitige Zuhören, Vergebung, Hilfsbereitschaft und Respekt, womit im Alltag neue Räume für Toleranz und Frieden entstehen sollen. Dabei haben wir festgestellt, dass auch das Lernen wesentlich leichter fällt", so Juan de Dios Puerto, ein katholischer Laie der Fokolare-Bewegung, der das Bildungsprogramms „Living Peace" in Paraguay koordiniert, das er seit 2014 auch in der katholischen San Pedro-Schule in Lambarè (Asuncion), deren Rektor er ist, umsetzt.
In den vergangenen Tagen fand in den Räumlichkeiten des Parlaments von Paraguay das erste „Nationale Forum für den Frieden“ statt: im Rahmen der Veranstaltung wurden 19 Kinder und drei Erwachsene zu „Friedensbotschaftern“ ernannt, die das Programms „Living Peace“ bekannt machen sollen. Das Projekt wurde 2011 auf Initiative von Carlos Palma, einem uruguayischen Laien der Fokolare-Bewegung, in Ägypten ins Leben gerufen. Bei der Veranstaltung sprachen im Anschluss an die Eröffnungsansprache des Gründers und Koordinators des Projekts, Carlos Palma, verschiedene Zeugen über ihr Engagement für Vergebung, Friedensarbeit und Inklusion. Der 16jährige Juan Pablo Galeano, der der das Technische Institut Javier besucht erklärte, er sei „überrascht und glücklich“ über diese Anerkennung, die auch eine „Verantwortung“ mit sich bringe. „Ich werde mich um ein friedliches Zusammenleben an meiner Schule bemühen, wo ich auch die Initiative ‚Living Peace’ bekannt machen werde". Glaucya Lino, die als Grundschullehrerin in Rio de Janeiro unterrichtet, dass betont dass ihre Ernennung zur Friedensbotschafterin, „den Wunsch bestärkt, uns im Alltag für eine friedliche Welt zu engagieren“, auch in den Favelas von Rio, wo sie mit Kindern im Alter von 9 und 10 Jahren arbeitet.
Im Gespräch Fides zeigt sich Puerto optimistisch: "Die Leitungen von Privatschulen und auch die öffentlichen Bildungsbehörden sind an dem Projekt interessiert. Mit diesem Geist organisieren wir ein Sportturnier, das in wenigen Wochen an den Schulen in der Metropole Asunción ausgetragen wird ".
Carlos Palma, der 34 Jahre lang als Missionar in Ägypten tätig war, hatte die Idee, unter seinen etwa zehnjährigen muslimischen Schülern, denen er Englischunterricht gab auch Friedenserziehung anzuwenden. Die Initiative „Living Peace“ ist heute in etwa 120 Ländern auf fünf Kontinenten verbreitet und betreut über 200.000 junge Menschen von der ersten Klasse bis zur Universität mit ihren Lehrern und Dozenten.
(SM) (Fides 7/4/2018)


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