ASIEN/INDIEN - Erzbischof Dal Toso: „Indien ist für die Zukunft der Kirche vielversprechend“

Donnerstag, 8 März 2018 päpstliche missionswerke   ortskirchen    

Cna

Bangalore (Fides) - "Ich danke Ihnen für diese Einladung, die mich zum ersten Mal in meinem Leben nach Indien bringt, in ein Land, das für die Zukunft der Kirche äußerst vielversprechend ist. Ich wollte persönlich hierher kommen, um Ihnen unsere Dankbarkeit für Ihre Arbeit zum Ausdruck zu bringen und Sie bei Ihren beachtlichen Bemühungen um die Evangelisierung zu ermutigen", so Erzbischof Giovanni Pietro Dal Toso, stellvertretender Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und Präsident der Päpstlichen Missionswerke, am heutigen 9. März zu Beginn seiner Rede beim Symposium über die Neuevangelisierung, das von 7. bis 8. März in Bangalore stattfindet (vgl. Fidesdienst 6/3/2018).
Erzbischof Dal Toso erläuterte in seiner Ansprache zunächst die Anfänge und Zielsetzungen der vier Päpstlichen Missionswerke und erinnerte dabei auch über die wahre Bedeutung der Mission und den Sendungsauftrag Jesu, „denn die Sendung der Kirche zur Verkündigung des Evangeliums rechtfertigt sich allein durch den Auftrag Christi“. Mit Bezug auf das Zweite Vatikanische Konzil und das Lehramt der letzten Päpste betonte der Erzbischof: “Es geht nicht um die Verbreitung einer Ideologie, einer Kultur oder eines neuen Moralkodex“, denn “die Mission der Kirche ist es, zu gewährleisten, dass jeder Mensch das Geschenk des Heiligen Geistes empfangen kann: durch die persönliche Begegnung mit Christus, der für uns alle gestorben und von den Toten auferstanden ist, haben wir das ewigen Leben erfahren, was wir unsererseits mit allen Menschen teilen sollen“. Die Päpstlichen Missionswerke „haben eine besondere Bedeutung, weil sie diese Mission der Kirche mittragen und unterstützen”.
Sodann erläuterte der Präsident der Päpstlichen Missionswerke den historischen Kontext zur Zeit der Gründung dieser Werke und stellte ihre Gründerinnen und Gründer sowie die Zielsetzungen und die heutige Arbeitsweise vor. Dabei betonte er auch die Bedeutung der Anerkennung als „Päpstliche“ Werke. „Das Pontifikat von Papst Franziskus hat das Missionsbewusstsein in der ganzen Kirche zweifelsohne gestärkt“, so der Erzbischof, und dies in einer Zeit, in der die „missionarische Begeisterung in der Kirche zu schwinden scheint“, wofür es unterschiedliche Gründe innerhalb und außerhalb der Kirche gebe. Doch „wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren!“, betont der Erzbischof, denn „auch wenn der Glaube numerisch schwindet, beobachten wir doch die Blüte vieler Initiativen und Charismen, die oft von Laien angestoßen werden und die von Gott genau deshalb inspiriert wurden, damit sie die Kirche bei der Evangelisierung in diesem schwierigen historischen Moment unterstützen“.
Abschließend sprach Erzbischof Dal Toso über den außerordentlichen Missionsmonat Oktober 2019 und lud alle ein “mit der Vorbereitung dieses Monats zu beginnen und ihn in den Diözesen und Erzdiözesen des Landes bekannt zu machen und darüber hinaus lokale Initiativen anzuregen, damit die Verkündigung der Frohbotschaft Christi im Mittelpunkt des Pastoralprogramms jeder Ortskirche steht ”.
Im Anschluss erläuterte Erzbischof Dal Toso die Inhalte des Workshops zum außerordentlichen Missionsmonat Oktober und erinnerte an die Entstehung der Initiative, deren Hintergründe und die bereits auf den Weg gebrachten Initiativen: „Im wesentlichen geht es um die geistliche und pastorale Erneuerung des persönlichen und gemeinschaftlichen Missionsbewusstseins und des missionarischen Engagements der Kirche zur Förderung einer neuen missionarischen Begeisterung bei allen Getauften. In diesem Sinne ist das Kapitel 15 der Evangelii Gaudium die Richtlinie für alle unsere Anstrengungen, Gebet und Reflexionen mit Blick auf diesen Monat”.
(SL) (Fides 8/3/2018)


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