VATIKAN - Studienseminar für Missionare: Mission im Zeichen des Evangeliums neu qualifizieren

Donnerstag, 1 Februar 2018 missionarische Öffentlichkeitsarbeit   päpstliche missionswerke    

OPM

Vatikanstadt (Fides) - Im Zeichen einer Reflexion über die "missio ad gentes" im Vorfeld des außerordentlichen Missionsmonats Oktober 2019 auf der Grundlage der Enzyklika "Maximun Illud" im 100. Jahr ihres Erscheinens veranstaltet das Internationale Zentrum für Missionsanimation (CIAM) für die portugiesischsprachigen nationalen Verantwortlichen der Päpstlichen Missionswerke und deren Diözesandirektoren ein Studienseminar. Pater Antonio Leite, Provinzial der portugiesischen Ordensprovinz der Steyler Missionare, erläuterte in seinem Vortrag "Initiativen zur Feier des 100jährigen Jubiläums" und die von der Enzyklika von Benedikt XV. ausgehenden "Herausforderungen für die Mission heute". Im Mittelpunkt der Studienveranstaltung stand die "Neuqualifizierung der Mission im Zeichen des Evangeliums" als Leitkriterium für die Reflexion über „missio ad gentes“ heute.
Rund dreißig Missionare, darunter Priester, Ordensleute und Laien aus sieben Ländern (Angola, Mosambik, Kap Verden, Brasilien, Guinea-Bissau, Osttimor und Portugal) widmen sich in dieser Perspektive vom 24. Januar bis 3. Februar dem Erfahrungsaustausch und der Vertiefung missionarischer Themen mit Blick in die Zukunft.
Beim Eröffnungsgottesdienst betonte Erzbischof Giampietro Dal Toso, beigeordneter Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und Präsident der Päpstlichen Missionswerke, die Bedeutung einer solchen Fortbildungswoche auf dem Weg zu einer Revitalisierung der Päpstlichen Missionswerke ausgehend von den Erfahrungen in den einzelnen Ländern. Mit dem Erzbischof konzelebrierten Pater Fabrizio Meroni (pime), Direktor des CIAM, und Pater Antonio Lopes (svd), Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Portugal und Koordinator des Studienseminars.
Bei einer gemeinsamen Wallfahrt nach Assisi vertieften die Teilnehmer des Studienseminars die Spiritualität des hl. Franziskus und der hl. Klara. Ein Besuch der Priscilla-Katakomben in Rom führte sie zu den Spuren der ersten christlichen Gemeinden. Am 29. Januar fand in den Räumlichkeiten der Kongregation für die Evangelisierung im Palazzo di Propaganda Fide an der Spanischen Treppe die Begegnung mit den Generalsekretären der vier Päpstlichen Missionswerke statt: Pater Fabrizio Meroni von der Päpstlichen Missionsunion der Kleriker, Schwester Roberta Tremarelli von den Päpstlichen Kindermissionswerken, Pater Fernando Domingues vom Päpstlichen Apostel-Petrus-Werk und Pater Ted Nowak vom der Päpstlichen Werk für die Glaubensverbreitung. Dabei erläuterten die Generalsekretäre das jeweilige Charisma des von ihnen geleiteten Werkes, dessen Aufgaben und die verschiedenen Projekte der einzelnen Werke.
Der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke der Kap Verden, Pfarrer José Mário Gonçalves, betonte, dass er im Rahmen des Fortbildungsseminar viele neue Aspekte des Dienst der Kirche kennen lernen durfte: „Ich hoffe, dass ich damit auch der Kirche der Kap Verden weiterhelfen kann, indem ich die Bedeutung der Mission besser vermittle und dabei näher am Puls der Weltkirche bin“. Für den brasilianischen Priesteramtskandidaten João Luiz da Silva Bei war dieser erste Fortbildungskurs in Rom nach eigener Aussage eine besondere Bereicherung, da zahlreiche missionswissenschaftliche Inhalte vermittelt wurden, die er auch als Beitrag zu seiner akademische Ausbildung und für das Wachstum seiner missionarischen Spiritualität nutzen will: „Die Erfahrung des Zusammenseins mit Menschen aus anderen Ländern bereichert die die vermittelten Inhalte im Zeichen einer lebendigen interkulturelle Mission", betont er.
Die Kursteilnehmer nahmen am 31. Januar auch an der Generalaudienz mit Papst Franziskus teil, der sie mit den Worten begrüßt: „Ich freue mich, die Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke begrüßen zu dürfen... Ich ermutige sie alle, die Mission im Zeichen der Authentizität, der Dienstbereitschaft und der Vermittlungsfähigkeit zu leben".
(FP) (Fides 1/2/2018)



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