AMERIKA/PERU - Papst besucht Flutopfer: "Viele Familien haben alles verloren"

Samstag, 20 Januar 2018 entwicklung   solidarietät   papst franziskus     umwelt   flüchtlinge   vertriebene  

Trujillo (Fides) - "Ihr kennt…die Kräfte der Natur und habt auch ihre Schrecken erfahren”, so Papst Franziskus in seiner Predigt beim Gottesdienst in Trujillo an der peruanischen Pazifikküste, die der Sturm „Küsten-El-Niño“ hart getroffen hat, “dessen leidvolle Konsequenzen immer noch in vielen Familien gegenwärtig sind, besonders in jenen, die ihre Häuser bis heute noch nicht wiederaufbauen konnten. Auch deswegen wollte ich hier sein und mit euch beten. Der Tropensturm "Nino Costero" forderte zwischen Dezember 2016 und Mai 2017 an der Ozeanküste in Peru und Kolumbien mindestens 600 Todesopfer und verursachte Sachschäden für über 600.000 Menschen. In diesem Zusammenhang betonte der Papst, dass “es keinen besseren Ausweg gibt als den des Evangeliums, und der heißt: Jesus Christus. Schöpft aus dem Evangelium Kraft für euer Leben. Ich möchte euch einladen eine Gemeinschaft zu sein, die sich vom Herrn mit dem Öl des Heiligen Geistes salben lässt. Er verwandelt alles, er erneuert alles, er macht alles leichter”. Im Anschluss an den Gottesdienst fuhr der Papst durch das Stadtviertel „Buenos Aires“, in einer der am stärksten betroffenen Gegenden, wo die lokale Caritasstele insgesamt 182 Fertighausmodule aufstellen ließ. Dies sei mit Spenden vieler "Menschen guten Willens" und der "stillen Arbeit" der freiwilligen Helfer der Caritasstelle der Diözese möglich gewesen, hatte Erzbischof Miguel Cabrejos anlässlich Übergabe betont.
Die stellvertretende Leiterin der Caritas-Stelle in Trujillo, Myrena Silva, erklärt gegenüber Fides, dass insgesamt sieben Täler in der Region am vergangenen 14. Mai der Gewalt der Schlammmassen ausgesetzt waren. An der Küste des Stadtviertels Buenos Aires am Rande der Hauptstadt, hatte ein von einem Erdbeben in Japan ausgelöster Tsunami den Strand vernichtet und Deiche, die später erbaut wurden, um Meer zurückzuhalten, hatten auf der anderen Seite zur Entstehung eines Sees geführt, was zu zusammen mit der schlammige Flüssigkeit aus den Bergen zu einer Zuspitzung der Situation führte. "Viele Familien haben alles verloren", so Silva. "Das Wasser schwemmte die Möbel, Kleider ... einfach alles den Häusern! Die Menschen haben umgehend Hilfe geleistet und die Betroffenen mit Lebensmitteln und Unterkünften versorgt, doch so konnte es nicht ewig weitergehen, weshalb die Kirche, lange bevor der Staat Hilfsmaßnahmen auf den Weg brachte, vor allem in abgelegenen Gebieten, mit der Installation von vorgefertigten Modulen, Toiletten und technischer Beratung der Gemeinde für Wiederaufbauprojekte begonnen“.
(SM) (Fides 20/01/2018)


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