AMERIKA/CHILE - Papstbesuch: Bei der Organisation stand das Prinzip der “Nachhaltigkeit” im Mittelpunkt

Dienstag, 16 Januar 2018 laudato si'   nachhaltige entwicklung   wirtschaft   zivilgesellschaft     papst franziskus  

Santiago de Chile (Fides) - Bei der Organisation des Besuchs von Papst Franziskus in Chile stand erstmals das Prinzip der „Nachhaltigkeit“ im Mittelpunkt. Diesbezüglich wurden von den Veranstaltern spezifische Strategien entwickelt. Mit Bezug auf den vom Heilige Vater in seiner Enzyklika „Laudato Si“ geäußerten Wunsch, die Nutzung nicht erneuerbarer Ressourcen zu beschränken, den Konsum zu begrenzen und Ressourcen möglichst effizient zu nutzen wurden zahlreiche Maßnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit auf den Weg gebracht, "damit natürliche Ressourcen umsichtig genutzt“ und „Verschmutzung in Gebieten vermieden werden, in denen Massenveranstaltungen stattfinden", erklärte der Veranstaltungsausschuss im Vorfeld des Papstbesuchs. Dazu gehören die Messung der Emissionen und Maßnahmen zur Reduzierung des Abfalls, der recycelt und wenn möglich wieder verwendet werden soll, sowie eine Umweltschutz-Kampagne, die vor allem an eine rationelle Nutzung der Wasserressourcen erinnert, was in den Trockengebiete des Nordens im Sommer besonders wichtig ist.
Den Arbeitsmaterialien für die Vorbereitung von freiwilligen Helfern und Pilgern wurde ein Leitfaden für "den Schutz der Natur" beigefügt, der unter anderem empfiehlt von Solarzellen betriebene Ladestellen für Mobiltelefone zu nutzen und vegetarische Kost zu bevorzugen.
Staatliche stellen empfehlen Wasser in Mehrwegflaschen zu trinken und auf die Verwendung von Plastiktüten zu verzichten und Abfälle in den für das Recycling aufgestellten Mülleimern zu entsorgen. Und die Besucher sind eingeladen öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Auch bei der Finanzierung der Kosten des Besuchs steht Transparenz im Mittelpunkt: entsprechende Informationen werden auf dem Portal www.franciscoenchile.cl veröffentlicht. Der Besuch steht zudem im Zeichen der Inklusion, weshalb unter anderem der Zugang für Menschen mit einer Behinderung gefördert wird
(SM) (Fides 16/1/2018)


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