ASIEN/HEILIGES LAND - Palästinensischer Präsident bittet Vertreter der christlichen Kirchen um Schutz der heiligen Stätten in Jerusalem

Dienstag, 19 Dezember 2017   ostkirchen   mittlerer osten  

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Ramallah (Fides) – „Die Weltgemeinschaft und das Völkerrecht erkennen Ost-Jerusalem als Hauptstadt des palästinensischen Staates an und wir werden Jerusalem und die Gebiete und das Eigentum der Christen und der Muslime gemeinsam schützen", so der palästinensische Präsident Abu Mazen (Mahmud Abbas) in seinem Grußwort an rund dreißig führende Vertreter der christlichen Kirchen und Gemeinschaften im Heiligen Land, die er in Ramallah zum Austausch der Weihnachtsglückwünsche empfing. "In jüngsten e Erklärungen wurde unsere Geschichte infrage gestellt, aber dies ist unser Land und die Palästinenser werden weiterhin friedlich kämpfen", so Abu Mazen mit Bezug auf die Entscheidung der US-Regierung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. In seiner Rede erinnerte der palästinensische Präsident auch, daran dass die jordanische Monarchie für den Schutz der heiligen Stätten von Christlichen und Muslimen in Jerusalem Verantwortung trägt, darunter auch die Al-Aqsa-Moschee und die Grabeskirche.
In seiner Antwort auf die Rede des Präsidenten bekräftigte der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Teophilos III, die von allen christlichen Kirchen hervorgehobene Notwendigkeit den Status Quo der Heiligen Stadt zu schützen. Gleichzeitig dankte er Präsident Abbas für seine Unterstützung der christlichen Präsenz im Heiligen Land. Der palästinensische Präsident wurde zum Weihnachtsgottesdienst der lateinisch-katholischen Kirche und der griechisch-orthodoxen Kirche eingeladen.
(GV) (Fides 19/12/2017)


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