ASIEN/LIBANON - Auch der armenische Katholikos Aram I. lehnt die Verlegung der US-Botschaft ab

Montag, 11 Dezember 2017 mittlerer osten   ostkirchen     geopolitik   heilige stätten  

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Antelias (Agenzia Fides) – Die Entscheidung der US-Regierung, die US-Botschaft in Israel nach Jerusalem zu verlegen, hat "negative Auswirkungen" auf das bereits instabile Szenario im Nahen Osten und könnte den gesamten Friedensprozess gefährden. Dies der armenische Katholikos bekräftigte Aram I. in den vergangenen Tagen in Antelias im Libanon stattfand. In diesem Zusammenhang erinnerte Aram I. auch die Notwendigkeit, die legitimen Rechte der Palästinenser zu respektieren und die Rechte des Judentums, des Christentum und des Islam in der Heiligen Stadt zu schützen.
Die Entscheidung der Trump-Regierung ihre Botschaft in Israel nach Jerusalem zu verlegen, führte zu zahlreichen negativen Reaktionen verschiedener Patriarchen und Oberhäupter der christlichen Kirchen im Nahen Osten und der in arabischen Ländern verwurzelt Gemeinden. Das chaldäische Patriarchat unterstreicht in einer Botschaft von Patriarch Raphael Louis Sako unterzeichneten Botschaft, dass „die Vereinigten Staaten von Amerika in ihrer Eigenschaft als Großmacht vielmehr Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand in der Welt fördern sollten und als Kontroversen und Konflikte heraufzubeschwören". Der griechisch-melkitische Patriarch, Youssef Absi, bekräftigte im Gespräch mit dem palästinensischen Botschafter in Beirut die Pflicht seiner Kirche, auch die Rechte des palästinensischen Volkes zu unterstützen und lehnte deshalb ausdrücklich die Entscheidung der US-amerikanischen Regierung ab. Während die koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II, Primas der größten christlichen Kirche in der muslimischen arabischen Welt, verlautenließ, dass er - wie Scheich Ahmed al Tayyeb von der islamischen Al-Azhar-Universität – nicht beabsichtige, den US-Vizepräsident Mike Pence bei dessen bevorstehendem Besuch in Ägypten und Israel zu treffen.
(GV) (11/12/2017)


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