ASIEN/BANGLADESCH - Bischof Gomes: “Wir fühlen uns in die Bitte um Vergebung gegenüber den Rohingya miteinbezogen”

Dienstag, 5 Dezember 2017 evangelisierung   papst franziskus     menschenrechte   religiöse minderheiten   vergebung   verfolgung  

Caritas Internationalis

Dakka (Agenzia Fides) – „Durch seinen Besuch in Bangladesch wollte der Papst als spirituelles Oberhaupt, den sein Vertrauen in unserer Nation und sein Augenmerk für Menschen in Bangladesch unter Beweis stellen. Dafür sind wir dankbar. Das ganze Land hat innegehalten, um ihn willkommen zu heißen und seinen Gesten und Worten zu folgen. Für die kleine katholische Glaubensgemeinschaft war es ein aufregender und wichtiger Moment aus geistlicher Sicht, weil es auch darum ging, den Glauben des Volkes Gottes zu stärken“, so der, Weihbischof von Dhaka und Präsident von Caritas Bangladesch, Theotonius Gomes, im Anschluss an den Besuch von Papst Franziskus in Bangladesch.
„Der Papst hat uns gezeigt, dass ihm die Armen und die Kleinen am Herzen liegen. Außerdem wollten sich auch politische und zivile Autoritäten und muslimische Religionsführer zu Gesprächen mit ihm zu treffen: das war ein fruchtbarer interkultureller und interreligiöser Austausch, der für das ganze Land und die Minderheiten, darunter auch die kleine christliche Glaubensgemeinschaft sehr wichtig ist".
"Es wird uns in Erinnerung bleiben", so Bischof Gomes weiter, „wie der Papst Rohingya-Flüchtlingen begegnete, die er persönlich und herzlich ansprechen wollte, wobei er große Empathie zeigte und Liebe und Mitgefühl zum Ausdruck brachte und auch an die Notwendigkeit erinnert, ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen. Seine Bitte um Vergebung, die er im Namen der ganzen Menschheit aussprach, hallt immer noch in unseren Herzen nach. Wir alle fühlen uns in diese Bitte um Vergebung einbezogen, als Menschen und als Christen. Und wir fühlen uns dazu verpflichtet, diesen Menschen zu helfen“.
Wie der Weihbischof abschließend betont, herrscht unter den Katholiken in Bangladesch auch im Anschluss an den Papstbesuch vor allem Freude und Hoffnung.
(PA) (Fides 5/12/2017)


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