ASIEN/BANGLADESCH - Papst an die Jugendlichen: Bittet um die Weisheit des Glaubens und nicht um „die falsche Weisheit der Welt”

Samstag, 2 Dezember 2017 evangelisierung   jugendliche    

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Dakka (Agenzia Fides) – “Das einzige, was uns Richtung gibt und auf dem rechten Weg vorankommen lässt, ist die Weisheit, die Weisheit, die aus dem Glauben kommt” und “nicht die falsche Weisheit dieser Welt”, so Papst Franziskus in seiner Ansprache an die rund 7.000 Jugendlichen, die ihn mit großem Applaus, Chören und traditionellen Tänzen in der Sporthalle des Notre Dame College in Dakka, empfingen.
Den richtigen Weg wählen, so der Papst in seiner Antwort auf die Frangen, die ihm zwei bangladeschische Jugendliche zuvor gestellt hatten, - “bedeutet, in der Lage zu sein, mit seinem Leben eine Reise zu machen und nicht sich irgendwie ziellos treiben zu lassen. Unser Leben ist nicht richtungslos; es hat ein Ziel, das uns von Gott gegeben ist. Er führt uns und gibt uns Orientierung mit seiner Gnade”. Die Weisheit im Licht des Glaubens, so der Bischof von Rom in seiner Ansprache an die Jugendlichen, sei jene Weisheit, “die man in den Augen der Eltern und Großeltern erahnen kann, die ihr Vertrauen auf Gott gesetzt haben”. Als Christen, so der Papst weiter, “können wir in ihren Augen das Licht der Gegenwart Gottes sehen, das Licht, das sie in Jesus entdeckt haben und das die Weisheit Gottes selbst ist. Um diese Weisheit zu erlangen, müssen wir mit den Augen Gottes auf die Welt schauen, wenn wir beginnen, die Dinge mit den Augen Gottes zu sehen, den anderen mit den Ohren Gottes zuzuhören, mit dem Herzen Gottes zu lieben und die Dinge zu bewerten nach den Maßstäben Gottes”.
“Diese Weisheit”, so der Papst weiter, hilft uns die falschen Glücksversprechungen zu erkennen und abzuweisen” die das Herz mit “mit Dunkelheit und Bitterkeit erfüllt” hält uns davon ab, uns in unsere eigene kleine Welt einzuschließen und uns auf uns selbst zurückzuziehen. Dann machen wir uns das Prinzip des „entweder wie ich will oder tschüss“ zu eigen und enden in einer Falle, eingeschlossen in uns selber. Wenn ein Volk, eine Religion oder eine Gesellschaft zu „kleinen Welten“ werden, verlieren sie ihr höchstes Gut und verfallen in eine arrogante Mentalität nach dem Motto „Ich bin gut, du bist schlecht.
Wir Christen, so der Papst abschließend, “schöpfen diese Hoffnung aus der persönlichen Begegnung mit Jesus im Gebet und in den Sakramenten, und aus der konkreten Begegnung mit ihm in den Armen, in den Kranken, in den Leidenden und in den Verlassenen. In Jesus entdecken wir die Solidarität Gottes, der beständig an unserer Seite geht”.
(GV) (Fides 2/12/2017).


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