AMERIKA/PUERTO RICO - Nach Hurrikans leiden Menschen an posttraumatischen Störungen und Angstzuständen

Donnerstag, 16 November 2017   umwelt   kriminalität   kindheit   menschenrechte   bildungswesen  

San Juan (Fides) - In Puerto Rico ist der Notstand 47 Tage nach den Wirbelstürmen Irma und Maria (vgl. Fides 2/10/2017). Das gravierendste Problem ist nach wie vor der Mangel an Elektrizität auf einem Großteil der Insel, nachdem die starken Winde die Netzpfosten umgeworfen und umstürzende Bäume auf Kabel fielen. Infolgedessen sind auch die Versorgung mit Wasser, die Kanalisation und die Medien betroffen. Es wird geschätzt, dass mindestens 150.000 Menschen die Insel verlassen haben
Für die Opfer engagiert sich das Zentrum für Kriminalitätsopfern (Cavic) das um multidisziplinäre Dienste zur Überwindung der emotionalen Folgen anbietet, unter denen Menschen nach kriminellen Handlungen und Gewalt leiden.
Die gemeinnützige Organisation brachte ihr Hilfsprogramm bereits eine Woche nach der Naturkatastrophe auf den Weg. Das Zentrum bietet dabei unter anderem regelmäßig Sozialarbeitsdienste, Psychotherapie, Beratung und Rechtsbeistand an. Wie Cavic mitteilt wurde auch eine Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Red de Albergues von Puerto Rico“ auf den Weg gebracht.
„Eine solche Erfahrung, die von einer Naturkatastrophe ausgelöst wird, kann Symptome von posttraumatischem Stress mit sich bringen", so die Leiterin von Cavic. "Deshalb hat Cavic hat auch mit Bildungs- und Freizeitaktivitäten sowie einem Workshop auf den Weg gebracht, die zur Überwindung Angstzuständen beitragen sollen... Bisher wurden 400 Fälle betreut“.
Aber etwas mehr als ein Monat nach den Hurrikans gibt es auch gute Nachrichten. Insgesamt 98 öffentliche Schulen konnten wieder geöffnet werden. Das sind rund 9% der aller Schulen auf der Insel.
(AP) (Fides 16/11/2017)


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