ASIEN/CHINA - Bischof Matthew Hu Xiande war ein unermüdlicher Hirte und leidenschaftlicher Förderer des Bibelstudiums

Freitag, 13 Oktober 2017 ortskirchen  

Ningbo (Fides) – In den frühen Morgenstunden des vergangenen 25. September starb im Alter von 83 Jahren Bischof Matthew Hu Xiande von Ningbo (Ningpo) in der chinesischen Provinz Zhejiang. Wenige Tage zuvor war er wegen einer Krebserkrankung in das Krankenhaus eingeliefert worden.
Er wurde am 27. August 1934 in der Provinz Zhejiang geboren und 1949 getauft. Im September 1950 trat er in das Kleine Seminar der Diözese Ningbo ein und seit 1957 besucht er das Seminar in Xujiahui, Sheshan. 1965 musste er das Seminar wegen der Verfolgung verlassen und war bis 1978 in einem Arbeitslager inhaftiert. Nach seiner Entlassung aus dem Umerziehungslager arbeitete er bis 1984 als einfacher Bauer in seinem Geburtsort.
1985 hatte er die Möglichkeit das Theologiestudium in Shanghai wieder aufzunehmen und am 21. November 1985 wurde er zum Priester geweiht. Von 1987 bis 2000 war er Pfarrer in Cixixinpu, wo er sich als Seelsorger aktiv vor allem für das Entstehen einer lebendigen katholischen Gemeinde einsetzte. Am 14. Mai 2000 wurde er zum Bischofskoadjutor ernannt und von Bischof Joseph Xuesheng geweiht, dem er in der Leitung der Diözese am 8. Mai 2004 nachfolgte.
Er war ein unermüdlicher Hirte und setzte sich für die Wiedergeburt der kirchlichen Gemeinschaft in Ningbo ein, die während der Jahre der Kulturrevolution fast ganz verschwunden war. Außerdem war er ein leidenschaftlicher Förderer des Bibelstudiums. Außerdem ermutigte er die Verbreitung des Zweiten Vatikanischen Konzils und aktualisierte liturgische Texte. In seinem Leben musste er für die Kirche großes Leid ertragen, doch trotz aller Prüfungen blieb er standhaft im Glauben und in der Treue zum Papst. Nach seinem Tod übernahm sein Nachfolger die Leitung der Diözese Ningbo.
Die sterblichen Überreste von Bischof Hu waren drei Tage lang in der Kirche in Jianbei aufgebahrt, wo ihm viele Menschen die letzte Ehre erwiesen. Am Morgen des 27. September wurde der Beisetzungsgottesdienst gefeiert und am Tag darauf fand die Beerdigung statt, an der viele Priester und Gläubige teilnahmen. In der Diözese Ningbo leben heute rund 23.000 Gläubige, rund 30 Priester und ebenso viele Schwestern.
(Fides 13/10/2017)


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