AFRIKA/NIGERIA - Erzbischof von Kaduna: “Die Kirche hat Anspruch auf staatliche Wiedergutmachung für die von Boko Haram verursachten Schäden”

Mittwoch, 23 August 2017 verfolgung  

Abuja (Fides) - “In den vergangenen sechs Jahren haben die Rebellen der Boko Haram immer wieder Kirchen und andere christliche Einrichtungen im Norden angegriffen, doch die Regierung hat die Opfer noch nicht entschädigt”, so Erzbischof Matthew Man-oso Ndagoso von Kaduna im Namen der Bischöfe der Kirchenprovinz Kaduna, der die Diözesen Kaduna, Sokoto, Kotangora, Zaria, Minna, Kano und Kafanchan im Norden Nigerias angehören, am Rande einer Zusammenkunft in der Kathedrale von Minna.
“Die Katholische Kirche hat für die Schäden keine Zuwendungen von der nigerianischen Bundesregierung erhalten“, so Erzbischof Ndagoso gegenüber Journalisten.
Der erste Übergriff der Boko Haram auf katholische Einrichtungen in Nigeria geht auf den 25. Dezember 2011 zurück, als ein Anschlag auf die Kirche der heiligen Theresa in Madalla verübt wurde (vgl. Fides 28/12/2011).
“Im vergangenen Jahr wurde ein Anschlag auf die katholische St. Philips-Kirche in Bakin Iku bei Suleja verübt bei dem Schäden in Höhe von mehreren Millionen Naira verursacht wurden. Keiner hat uns die eigene Verbundenheit bekundet", so der Erzbischof.
Die Regierung müsse die Verantwortung übernehmen, so Erzbischof Ndagoso, wenn es um Hilfe für die Kirche und für Opfer gehe.
(L.M.) (Fides 23/8/2017)


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