AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Religionsvertreter unterstützen Forderung der Bürger nach Abzug der marokkanischen UN-Soldaten

Freitag, 11 August 2017 uno   bewaffnete gruppen   gewalt  


Bangui (Fides)- Die Einwohner von Bangassou fordern den Abzug der marokkanischen Blauhelmsoldaten, die in der Stadt im Südosten der Zentralafrikanischen Republik stationiert sind.
“Die Forderungen der Bevölkerung sind begründet und bestätigen das, was Bischof Aguirre von Bangassou sagt”, so Oumar Kobine Layama von der Plattform der religiösen Konfessionen in der Zentralafrikanischen Republik (PCRC), der zusammen mit einer Delegation aus der Hauptstadt Bangui eine Untersuchung zur Lage in Bangassou und Umgebung durchführte. Der Delegation gehörten Vertreter der Politik und der staatlichen Behörden und der Zivilgesellschaft an.
Gegenüber Fides hatte Bischof Juan José Aguirre Muños Bangassou betont, dass die Soldaten der Mission der Vereinten Nationen in Zentralafrika (MINUSCA) “zu schnell auf den Abzug drücken” und bei Angriffen unterschiedslos um sich schießen (vgl. Fides 10/8/2017).
“Die Einwohner sind Zeugen und Opfer der Aktionen der Soldaten des marokkanischen Kontingents in Bangassou”, so der Imam Layama. “Die Menschen wollen nicht, dass das Kontingent in Bangassou bleibt, da die Soldaten ihren Auftrag beim Schutz der Zivilbevölkerung nicht erfüllen. Sei bleiben passiv, wenn sie von Milizionären angegriffen werden. Nach Angaben von Einwohnern der sind militärische Soldaten auch in einigen Fällen für den Tod von Zivilisten verantwortlich, da sie auf diese schießen, weil sie sie angeblich für Milizionäre halten”, so der Imam weiter.
Bangassou und Umgebung sind Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen ehemaligen Seleka-Rebellen und Anti-Balaka-Milizen, seid ugandische und US-amerikanische Soldaten aus der der Region abgezogen wurden, die dort nach dem Anführer der ugandischen Lord’s Resistance Army (LRA) Joseph Koni suchen sollten. Seit Monaten halten sich in der Kathedrale von Bangassou rund 2.000 muslimische Flüchtlinge auf, die von Anti-Balaka-Milizen bedroht werden (vgl. Fides 24/7/2017).
(L.M.) (Fides 11/8/2017)


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