AFRIKA/KENIA - Religionsführer vor der Bekanntgabe der offiziellen Wahlergebnisse: “Nein zu Gewalt”

Donnerstag, 10 August 2017 wahlen   gewalt  


Nairobi (Fides)- “Nein zur Gewalt; Anfechtungen müssen auf legalem Weg stattfinden”, so die Mitglieder des „Multi-Sectional Forum” mit Blick auf die Bekanntgabe der offiziellen Wahlergebnisse nach der Wahl am vergangenen 8. August (vgl. Fides 8/8/2017). Aus Hochrechnungen auf der Grundlage der bisher ausgezählten Stimmen geht, hervor, dass der Amtsinhaber Uhuru Kenyatta die Wahl gewinnt. Der Herausforderer Raila Odinga beklagt jedoch die Manipulierung der Wahlergebnisse durch die Manipulierung des elektronischen Systems der Stimmabgabe (vgl. Fides 9/8/2017). Wahlbeobachter der Europäischen Union bekräftigen jedoch, man habe „keine Manipulierung auf zentraler und lokaler Ebene” festgestellt.
“Wir nehmen die von Odinga und anderen Kandidaten ausgesprochnen Zweifel ernst”, so Peter Karanja, Generalsekretär des National Council of Churches of Kenya (NCCK), im Namen des Multi-Sectional Forum. “Wichtig ist, dass man nicht zu Gewalt oder anderen zerstörerischen Aktivitäten aufruft. Wir sind zuversichtlich, dass die Unabhängige Wahlkommission und die größten Parteien und politischen Bündnisse versuchen werden, die Probleme zu lösen. Deshalb sollten wir die Kenianer in Frieden leben lassen, während die auf das Ende des Wahlprozesses warten”.
Gleichsam lobten die kenianischen Religionsvertreter die Arbeit der Sicherheitskräfte und deren professionelles Vorgehen vor, während und nach der Wahl. In einigen Teilen im Westen des Landes und in der Hauptstadt Nairobi kam es zu Ausschreitungen, bei denen vier Menschen starben.
(L.M.) (Fides 10/8/2017)


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