AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Vereinte Nationen beklagen Schmuggel mit Munition aus Nachbarländern

Mittwoch, 2 August 2017 waffen   bewaffnete gruppen  

Bangui (Fides) – In der Demokratischen Republik hergestellte Munition wird illegal in die Zentralafrikanische Republik geschmuggelt und gefährdet dort die Stabilität des Landes. Dies geht aus dem jüngsten Bericht einer Expertengruppe zur Krise in der Zentralafrikanischen Republik hervor. Der Bericht dokumentiert, dass sich unter der beschlagnahmten Munition der verschiedenen Milizen, die im Land aktiv sind zahlreiche Produkte der “Manufacture d’Armes et de Cartouches du Congo (MACC) mit Sitz in Pointe-Noire in der Demokratischen Republik Kongo gefunden wurden.
Die Munition soll direkt aus dem Kongo nach Zentralafrika geschmuggelt worden sein. Unterdessen sollen nach Angaben der UN in Ausbildungscamps in der Zentralafrikanischen Republik auch Kämpfer ausgebildet werden, die in der Demokratischen Republik Kongo aktiv sind.
In vielen Gebieten Zentralafrikas herrscht Unsicherheit, weil ehemalige Rebellen der Seleka und Kämpfer der Anti-Balaka-Einheiten dort weiterhin ihr Unwesen treiben. in Bangassou halten sich seit Monaten 2.000 muslimische Vertriebene auf, die von Anti-Balaka-Milizen bedroht werden (vgl. Fides 24/7/2017).
(L.M.) (Fides 2/8/2017)


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