AFRIKA/D.R. KONGO - Über 100 Dorfbewohner von Mai-Mai-Simba-Milizen in Geiselhaft genommen

Montag, 31 Juli 2017 bewaffnete gruppen  

Kinshasa (Fides) – Rund einhundert Einwohner eines kongolesischen Dorfes wurden von einer Miliz in Geiselhaft genommen. Wie die kongolesische Nichtregierungsorganisation CEPADHO mitteilt überfielen am vergangenen 26. Juli rund fünfzig Kämpfer Mai-Mai-Simba-Miliz unter Leitung ihres pygmäischen Anführers Emmanu das Dorf Mabuo in der Region Lubero in der Provinz Nordkivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo.
Die Milizionäre stießen dort auf eine Stellung der kongolesischen Armee. Bei den Gefechten starben fünf Angreifer und ein Soldat. Die Einheit der Armee sah sich zum Rückzug gezwungen, woraufhin die Milizionäre das Dorf Plünderten und die Einwohnern in Geiselhaft nahmen.
Unterdessen spitzt sich die politische Krise im Kongo weiter zu. Am heu7tigen 31. Juli findet ein Protestmarsch der Lucha-Bewegung (Lutte pour le Changement) statt (vgl. Fides 28/7/2017), bei dem die Demonstranten den Rücktritt von Präsident Joseph Kabila, dessen Mandat seit dem 20. Dezember 2016 abgelaufen ist. Der ehemalige Gouverneur von Katanga, Moïse Katumbi, der heute die Opposition anführt rief die Einwohner der Region zur Teilnahme an der Kundgebung auf. (L.M.) (Fides 31/7/2017)


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