AFRIKA/RD KONGO - Rückzug der Blauhelme aus Walikale: Bevölkerung fürchtet Gewaltwelle und bereitet sich auf Flucht vor

Samstag, 22 Juli 2017 uno   bewaffnete gruppen  

Kinshasa (Fidesdienst) – Die Bevölkerung befindet sich in Alarmzustand im Gebiet von Walikale, in der Provinz Nord Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo nach der Ankündigung, dass 5 Basen der Blauhelme der MONUSCO (UN-Mission in der DR Kongo) geschlossen werden.
Angaben des Leiters von Radio 7sur7.cd zufolge– einem Gemeinschaftsender der Gegend – treffen im Sender weiterhin besorgniserregende Botschaften von Bewohnern ein. Die Bevölkerung bereitet sich darauf vor das Gebiet zu verlassen aus Furcht, dass mit dem Abzug der Blauhelme seitens einiger bewaffneter Gruppen in der Gegend wieder Gewalt ausbrechen wird. Einige Bewohner haben Straßensperren errichtet, um den Durchzug der Blauhelme zu verhindern, aber laut Radio 7sur7 cd. geht ein progressiver Abzug der UN-Truppen aus der Gegend vor sich.
Am 19. Juli wurde in einem Kommunique der MONUSCO angekündigt, dass die Schließung der 5 Camps der Blauhelme im Bereich Walikale, Masisi und Lubero bis 31. Juli abgeschlossen wird. Es handelt sich um die Basen
Walikale-Zentrum und Bunyapuri (Territorium Walikale), Masisi-Zentrum und Nyabiondo (Territorium Masisi) sowie Luofu (Territorium Lubero).
In den vergangenen Tagen hatten 23 Bürgervereinigungen in Walikale ein Schreiben an den Repräsentanten des UN-Generalsekretärs in der DR Kongo geschickt mit der Bitte den Rückzug noch einmal zu überdenken.
Die Schließung der Basen ist Teil der Reduzierung der MONUSCO-Kräfte von 19.815 auf 16.215 Soldaten, die mit Resolution Nr. 2348 am 31. März vom UN-Sicherheitsrat gebilligt wurde.
(L.M.) (Fidesdienst 22/7/2017)


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