ASIEN/TERRA SANTA - Kirchen in Jerusalem zu den Spannungen am Tempelberg: NEIN zu Maßnahmen, die den Status Quo verändern

Donnerstag, 20 Juli 2017 heilige stätten   mittlerer osten   ostkirchen   islam  

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Jerusalem ( Fidesdienst) - Die Häupter und Vertreter aller in Jerusalem ansässigen Kirchen und christlichen Gemeinden geben ihrer „ernsten Sorge“ über die neue Welle von Spannungen und Gewaltakten am Haram ash Sharif, dem Tempelberg, Ausdruck. Mit einem von den obersten Vertretern von 13 Kirchen unterzeichneten Dokument wird jeglicher Gewaltakt verurteilt und die Befürchtung bzgl. „Veränderungen am Status Quo“ geäußert. Bei diesem „Status Quo“ geht es um kodifizierte Regeln für die Verwaltung der Heiligen Stätten auf dem Tempelberg und in der gesamten Altstadt von Jerusalem, die den Gläubigen der verschiedenen Religionsgemeinschaften freien Zugang und Kultus-Freiheit gewährleisten. „Jede Bedrohung des Status Quo“ - betonen die Häupter der christlichen Kirchen und Gemeinden in Jerusalem – kann ernste, unvorhersehbare Folgen haben, die im derzeitigen Klima religiöser Spannungen alles andere als wünschenswert wären. Sie geben bringen aber auch ihre Wertschätzung für „die permanente Bewachung der al Aqsa-Moschee und die Heiligen Orte in Jerusalem und im Heiligen Land durch das haschemitische Königreich Jordanien zum Ausdruck, welches allen Muslimen entsprechend dem gültigen Status Quo das Recht freien Zugangs und freier Kultpraxis in der al Aqsa-Moschee gewährleistet“. Der Status Quo ist nach Ansicht der Kirchenhäupter in Jersusalem ein System, das im Interesse des Friedens und der Aussöhnung für die gesamte Gemeinschaft bewahrt und beachtet werden muss“. Die Liste der Unterzeichner wurde von dem griechisch-orthodoxen Patriarch von Jerusalem, Teopholos III., eröffnet; unter den weiteren Unterzeichnern sind auch Erzbischof, der apostolische Administrator des lateinischen Patriarchats in Jerusalem, und P. Francesco Patton, Kustos der Terra Santa. (GV) (Fidesdienst 20/7/2017).


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