AMERIKA/VEREINIGTE STAATEN - Pastoralschreiben von Mons. Seitz: Migranten dem Evangelium entsprechend aufnehmen

Mittwoch, 19 Juli 2017 politik   migranten   menschenrechte  

El Paso ( Fidesdienst) – Der Bischof der Diözese von El Paso, S.E.Mons. Mark J. Seitz, hat in einem langen, am gestrigen 18. Juli veröffentlichten Pastoralschreiben die Dämonisierung der Immigranten verurteilt, ebenso wie die Militarisierung der Grenze und ein
Immigrationssystem, das die Familien auseinander reißt. In dem „Mögen Schmerz und Trauer fliehen“ getitelten Schreiben ist Mons.Seitz, dessen Diözese an der südöstlichen Grenze von Texas liegt, der Meinug, dass die Sicherheit des Landes nicht als „Vorwand für die Errichtung von Mauern und Verschließung unserer Türen für Migranten und Flüchtlinge“ benutzt werden darf. Der Bischof bittet die Katholiken, dass sie die Lehren der Kirche anhören und die Zuwanderer aufnehmen: „Gott hat eine Welt geschaffen, in der Platz ist für Alle am Tisch des Lebens“.
„Ich will nicht die Politik durch die Lehre der Kirche ersetzen, aber als Pastor ist es meine Pflicht das Evangelium Jesu Christi zu lehren“, und das Evangelium sagt klar:“ Behandelt den Fremden unter euch als wäre er unter euch geboren“. Mons. Seitz kritisierte auch das System, das gestattet, dass Einige Menschenwesen festzuhalten, um an ihnen zu verdienen; aber dadurch wird das historische Engagement des Landes für Flüchtlinge und Asylsuchende zunichte gemacht“.
Das Fides zugesandte Pastoralschreiben enthält mehrere Zeugenberichte des Bischofs selbst zur Migrantenfrage. Er lädt damit ein über die Lage nachzudenken, in der sich die Grenzgemeinden und die mittelamerikanische Bevölkerung auf der „Reise in die Hoffnung“ befindet. Er schlägt auch eine Wiederholung des Besuchs des Heiligen Vaters zu dieser Grenze von vor 4 Jahren vor, denn seither hat sich die Lage nicht zum Besseren geändert.
Mons. Seitz erklärt, dass das Immigrationssystem zwar inzwischen außer Kraft ist, dass es aber auch keine Lösung gibt, „denn die gewählten Vertreter haben bisher nicht den moralischen Mut gefunden eine dauerhafte, umfassende Reform der Immigrationsbestimmungen zu verabschieden“; aber die Migranten dürften nicht diejenigen sein, die den Preis dafür bezahlen.
Das Schreiben schließt mit einer Aufforderung zur Einheit:“ Jedes Jahr kommen die Gläubigen aus Ciudad Juarez, Las Cruces e El Paso, um gemeinsam die Messe an der Grenze zu feiern. Und wir sind durch eine Mauer oder einen Fluss getrennt, durch eine Wirtschaft der Ausgrenzung, durch eine ungerechte Migrationspolitik. Und trotz all diesen Hindernissen ist diese Feier eine frohe Erinnerung daran, dass die Eucharistie Christi die Neue Menschheit begründet und uns zusammen in das neue Jerusalem führt“. (CE) ( Fidesdienst, 19/07/2017)


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