AMERIKA/CHILE - Bischof Vargas zum “Projekt L’Araucania”: “Beginn eines Weges der wahren Gerechtigkeit”

Montag, 26 Juni 2017 politik   eingeborene   entwicklung   armut  

Santiago (Fides) – “Ich glaube, dass wenn ein Staatsoberhaupt im Namen des Staates und des Landes öffentlich die eingeborenen Völker um Vergebung bittet und in diesem Fall das Volk der Mapuche, für Fehler, die in den vergangenen 150 Jahren begangen wurden, dann ist dies eine Geste und ein Zeichen, das in all seiner Größe verstanden werden muss“, so Bischof Héctor Vargas von Temuco, der Mitglied der Kommission für die Anliegen der Mapuche bei den Gesprächen für La Araucania ist, zur Ansprache, der chilenischen Präsidentin, Michelle Bachelet, die am vergangenen 23. Juni dem chilenischen Volk das "Projekt L'Araucanía" überreichte, das den Landrechtskonflikt der Mapuche beenden soll.
“Wir wissen, dass die Regierung vier Monate lang mit dem Bericht des Beratungsausschusses befasst war, um schließlich zu der Antwort zu gelangen, die die Präsidentin am vergangenen Freitag, den 23. Juni zum Ausdruck gebracht hat. Die restlichen Vorschläge sind im Detail noch nicht bekannt … Doch es wurde über eine gewisse Anzahl schwieriger Fragen beraten, weshalb ich glaube, dass dies ein Fortschritt ist", so der Bischof.
Ausdrücklich bat die Präsidentin „das Volk der Mapuche um Vergebung für die Fehler und die Schrecken, die vom Staat verübt oder toleriert wurden, im Umgang mit ihnen und ihren Gemeinden".
Das Volk der Mapuche soll konstitutionell anerkannt werden, es sollen Entwicklungsprojekte auf den Weg gebracht und Schadenersatzzahlungen ausgedehnt werden. "Ich weiß um den Schmerz und den Verlust, den die Opfer der Gewalt in den ländlichen Gebieten der Region erfahren haben, als es uns als Staat nicht gelungen ist, den Frieden zu sichern und die Integrität dieser Menschen zu schützen".
"Auf eine solche Geste haben wir lange gewartet und sie ist für uns alle sehr ermutigend. Dies ist der Beginn eines Wegs der wahren Gerechtigkeit", so Bischof Vargas abschließend.
(CE) (Fides, 26/06/2017)


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