AFRIKA/SÜDSUDAN - Vorsitzender der Bischofskonferenz: “Wir müssen einen Besuch des Papstes möglich machen”

Montag, 12 Juni 2017 papst franziskus  

Juba (Fides)- “Der Absage des Besuchs von Papst Franziskus im Südsudan müssen wir mit Respekt und Beten begegnen! Die Gründer für dies Absage gehen über oberflächliche Spekulationen hinaus und stehen in wahrscheinlich Verbindung mit den Herausforderungen, mit denen unser Land sich konfrontiert sieht“, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz des Sudan und des Südsudan, Bischof Barani Eduardo Hiiboro Kussala von Tombura-Yambio in einer Botschaft nach Bekanntwerden der Absage des Besuchs von Papst Franziskus im Südsudan.
Ende Februar hatte Papst Franziskus bei einem Besuch in der anglikanischen “All Saints”-Kirche in Rom einen gemeinsamen Besuch mit dem Erzbischof von Canterbury, Justin Welby in Aussicht gestellt. Anfang Juni hatte der Vatikansprecher Greg Burke mitgeteilt, dass der eventuell für Oktober geplante Besuch in Juba abgesagt wurde. Dabei erinnerte er auch daran, dass ein solcher Besuch vom Vatikan nie offiziell bestätigt worden war.
Bischof Kussala bringt in seinem Schreiben die Enttäuschung der Menschen im Südsudan zum Ausdruck, die den Besuch als Gelegenheit für Rückkehr des Friedens in dem gemarterten Land gesehen hatten. Doch er fordert die Bürger des Landes auch auf, sich dafür zu engagieren, dass ein solcher Besuch in einer nicht allzu fernen Zukunft möglich sein wird.
“Wir müssen uns alle um einen spirituellen Erkenntnisprozess, den Wiederaufbau des Friedens und eine positive Atmosphäre bemühen, damit ein Besuch des Papstes möglich wird”, so der Bischof.
Seit Dezember 2013 herrscht in dem erst seit 2011 unabhängigen Land ein Bürgerkrieg, der zu einer ernsten humanitären Krise führte, so dass Millionen Menschen fliehen mussten. Eine drohende Hungersnot gefährdet das Leben von rund 5 Millionen Menschen im Südsudan.
(L.M.) (Fides 12/6/2017)


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