AMERIKA/KOLUMBIEN - Bischof Londoño Buitrago warnt vor geologischen Risiken des Bergbaus in der Region Antioquia

Freitag, 2 Juni 2017 umwelt   politik   bischöfe  

TeleAntioquia

Antioquia (Fides) – Bischof Noel Antonio Londoño Buitrago, C.SS.R., von Jerico, unterstützt die Forderungen der Einwohner aus den ländlichen Gemeinden in Pueblorrico, Tarso, Fredonia und Jerico, die siech gegen die Gefahren wehren, die von den Aktivitäten der internationalen Unternehmens “Anglo Gold Ashanti” ausgehen, das bereits im Besitz der Genehmigung für den Abbau von Mineralien in einem 7.595 Hektar großen Gebiet in diesem Teil der Region Antioquia ist.
Am vergangenen 28. Mai beschloss der Gemeinderat von Tamesis, mit den Ja-Stimmen von elf Gemeinderäten, dass im Rahmen des Projekts “Accordo” der Abbau von Mineralien auf dem Gemeindegebiet verboten werden soll. Über ein ähnliches Projekt wird der Gemeinderat von Jerico, am kommenden 7. Juni abstimmen.
Damit bekräftigten die Gemeinderäte von Tamesis die Forderungen der Bürger, die in ihren öffentlichen Erklärungen insbesondere vor der Verschmutzung des Wassers durch den Abbau von Gold und Kupfer warnten.
Damit ist Tamesis die erste Gemeinde in der Region Antioquia die einen Beschluss zum Schutz der Wasserquellen, der Biodiversität und damit der Landwirtschaft und des Fremdenverkehrs fasst. Ähnliche Beschlüsse gibt es bereits in anderen Teilen Kolumbiens, darunter Cajamarca (Tolima), Pitalito, Timana, El Agrado, Oporapa, Tarqui und Elias (Huila).
Der Bischof erklärte gegenüber der einheimischen Presse, dass man den Abbau von Mineralien zwar nicht allgemein ablehne, aber in der Region nicht befürworte: "Wir können nicht auf Sand, Zement und Eisen verzichten“ und Bergwerke habe es immer gegeben, aber nicht in dieser Form „und nicht hier in einem Land mit großen geologischen Risiken und unterirdischen Wasservorkommen. Es wäre ein böses Spiel mit der Natur“.
(CE) (Fides, 02/06/2017)



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