AFRIKA/MALI - Bischofskonferenz dementiert die Existenz geheimer Konten in der Schweiz

Donnerstag, 1 Juni 2017

Bamako (Agenzia Fides) - “Wir handeln im Zeichen der Transparenz, im Dienst der kirchlichen Einrichtungen”, heißt es in einer Verlautbarung der Bischofskonferenz von Mali, nachdem die französische Tageszeitung “Le Monde” von der Existenz „geheimer Konten“ von Bischöfen aus Mali in der Schweiz berichtete.
“Bereits Anfang 2015 wurden im Zusammenhang mit dem SwissLeaks-Skandal… die Nahmen anderer Kontohalter aus Mali bekannt. (….). Doch die Konten dreier hochrangiger Bischöfe aus Mali wurden damals nicht erwähnt“, heißt es in dem Artikel der französischen Tageszeitungen
Nun fragen sich die Bischöfe von Mali, ob die Autoren des Artikels “nicht vielleicht ein anderes Ziel verfolgen, als nur konstruktive Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen“. Insbesondere fragt man sich, weshalb gerade jetzt ein solcher Artikel veröffentlicht wird, kurz nachdem Papst Franziskus den Erzbischof von Bamako Jean Zerbo zum Kardinal ernannt hat, der zu den von der Tageszeitung verdächtigten Bischöfen gehört. “Soll eine solche Initiative in einem Moment in der unsere Kirche durch die Ernennung ihres ersten Kardinals erwähnt wird, das Bild von der Kirche trüben und sie destabilisieren? Gott sieht alles und er weiß alles, er wird eines Tages die Wahrheit offenbaren“, so die Bischöfe.
“Die Bischöfe von Mali handeln vollkommen transparent”, so die Bischofskonferenz weiter. „Es gibt Statuten und interne Bestimmungen so wie Handlungsrichtlinien für die Tätigkeit des Bischofs (…). Kein Bischof handelt aus eigener Initiative… und alle Aktivitäten werden regelmäßig überprüft”.
(L.M.) (Fides 1/6/2017)


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