AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPULBIK - Dramatische Situation in Alindao mit bis zu 148 Toten und über 16.000 Vertriebenen

Mittwoch, 31 Mai 2017 bewaffnete gruppen   flüchtlinge  

Bangui (Fides) – Nicht nur in Bangassou (vgl. Fides 30/5/2017) sondern auch in anderen Teilen Zentralafrikas ist die Situation dramatisch. Wie zum Beispiel in der Diözese Alindao. Wie die Länderreferentin für die Zentralafrikanische Republik beim Kindermissionswerk “Die Sternsinger”, Anette Funke, gegenüber dem Nachrichtenportal “weltkirche.de” berichtet, mussten der Spiritaner Olaf Derenthal mit seinen Mitbrüdern und Gemeindemitgliedern am vergangenen Sonntag, den 28. Mai, aus a Mombaye in der Zentralafrikanischen Republik in den benachbarten Kongo fliehen.
In der Provinzhauptstadt Mobaye herrscht Angst vor Angriffen der Anti-Balaka-Kämpfer. Bislang waren hier nur Séléka-Milizen, mit denen auch die lokale Kirche an sich ein friedliches Verhältnis pflegte. Mit dem Eindringen neuer bewaffneter Splittergruppen in den vergangenen Monaten nahmen die Spannungen zu. In Mobaye sind bereits drei Viertel der 24.000 Einwohner geflohen, die meisten auf die andere Flussseite in die Demokratische Republik Kongo. Über 5.000 Menschen harren in dieser Region auf Sandbänken im Fluss aus.
In Alindao, dem Bischofssitz der Diözese, hat es bereits Tote gegeben: Bei Auseinandersetzungen der Rebellengruppen wurden bis zu 148 Menschen getötet, mittlerweile suchen in der Stadt laut der Diözese über 16.000 vertriebene Menschen Zuflucht, davon über 14.000 in den katholischen Einrichtungen der Diözese, wo sich sieben Priester und einige Caritas Mitarbeiter um die Vertriebenen kümmern.
(L.M.) (Fides 31/5/2017)


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