ASIEN/INDIEN - Bischöfe verurteilen Anschlag auf Kapelle in Hyderabad und laden zu geistlichen Initiativen der “Wiedergutmachung” ein

Montag, 29 Mai 2017 religionsfreiheit   ortskirchen   politik   hinduismus   gebet   religiöser fundamentalismus   zivilgesellschaft   menschenrechte  

New Delhi (Fides) - “Es ist klar, dass hinduistische Fundamentalisten und Gesellschaftsgegner für den schrecklichen Anschlag vom vergangenen 21. Mai verantwortlich sind, als über 100 aufgebrachte Bürger den Gebetssaal von Fatima in der Erzdiözese Hyderabad überfallen haben”, so der Generalsekretär der Indischen Bischofskonferenz, Bischof Theodore Mascarenhase. Die indischen Bischöfe äußern sich besorgt über den Vorfall und fordern strenge Strafen für die Täter. “Erzbischof Thumma Bala von Hyderabad hat zusammen mit seinen Mitarbeiter die Zusammenarbeit mit dem Innenministerium von Telengana angeboten, das sorgfältige Ermittlungen garantiert”, so der Generalsekretär.
In einem Rundbrief an alle Gemeinden lädt Erzbischof Thumma Bala unterdessen Klerus, Ordensleute und Gläubige der Erzdiözese Hyderabad zur Veranstaltung von geistlichen Initiativen der “Wiedergutmachung” nach der Schändung der Statuen und des Gebetssaals ein.
“Im Namen der Bischofskonferenz bekräftigen wir, dass diese schrecklichen Taten gegen die Religionsfreiheit in unserem Land verstoßen. Solche Gesten missachten unsere geliebtes Land und dessen Bürger, die den Frieden lieben”, heißt es in einer gemeinsamen Verlautbarung der Bischöfe. “Wir danken Erzbischof Bala von Hyderabad für seinen ruhigen Umgang mit dieser Schwierigen Situation, was von großer spiritueller Stärke zeugt”, so die Bischöfe weiter.
“Wir appellieren an die politischen Führungskräfte unsers Landes mit der Bitte um Schutz für religiöse Stätten und für das Recht jedes Bürgers, zum eigenen Gott zu beten.“, so die Bischöfe abschließend.
(PA) (Fides 29/5/2017)


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