VATIKAN - Erzbischof Rugambwa eröffnet die Versammlung der Päpstlichen Missionswerke

Montag, 29 Mai 2017 päpstliche missionswerke   missionarische Öffentlichkeitsarbeit  

Rom (Fides) – “Gemeinsam wollen wir über die ‘Mission im Herzen des christlichen Glaubens’ im Licht des Apostolischen Schreibens Evangelii Gaudium nachdenken. Wir sollten stets bereit sein dazu zu lernen und uns selbst in Frage zu stellen, damit uns nie der Mut zur Umkehr, zur Erkenntnis und zur Veränderung jedes einzelnen unter uns und der Institutionen fehlt, in deren Dienst wir stehen, d.h. die Päpstlichen Missionswerke”, so der beigeordnete Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und Präsident der Päpstlichen Missionswerke, Erzbischof Protase Rugambwa bei der Eröffnung der Generalversammlung der Werke (Rom, 29. Mai -3. Juni).
In seinem Grußwort dankte er allen “die im Namen und zugunsten der Päpstlichen Missionswerke arbeiten” und betonte: “In voller Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater, Papst Franziskus, dürfen wir nie aufhören uns gegenseitig zu begeistern… damit die Verkündigung des österlichen Geheimnisses vom Tod und der Auferstehung Christi, die Kirche zu einer Gemeinschaft der Versöhnten macht, die bereit ist alle aufzunehmen, stets im Aufbruch, um allen die Wirksamkeit der Heilsbotschaft mitzuteilen. Keiner darf ausgeschlossen sein und alle sollen sich im Herzen der Evangelisierung befinden, damit die Kirchen in der Mitte ihres christlichen Glaubens, die einzige Mission wieder finden, die ihnen vom Herrn Jesus Christus anvertraut wurde”.
In seinem zusammenfassenden Rückblick auf die Tätigkeit des vergangenen Jahres nannte der Präsident der Päpstlichen Missionswerke den Abschluss der Integration der Statuten im Hinblick auf Bestimmungen für die Tätigkeit der Verwaltung und des Finanzausschusses; die Einrichtung eines Ausschusses für humanitäre Katastrophen und die kontinentalen Treffen der Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke, die „ein wichtiges Instrument des Austausches, der Prüfung und des Wachstums der Gemeinschaft und der Einheit im Dienst der Mission und der missionarischen Öffentlichkeitsarbeit ist”.
Erzbischof Rugambwa kündigte die bevorstehende päpstliche Billigung der Veranstaltung eines “Außerordentlichen Missionsmonats Oktober 2019“, anlässlich des 100. Jahrestages der Veröffentlichung der Enzyklika “Maximum illud” und zur Förderung des missionarischen Engagements in der Kirche in Übereinstimmung mit dem Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium, an. Im Rahmen der Versammlung sollen erste Vorschläge für die Gestaltung einer solchen Initiative gesammelt werden. Der Präsident dankte auch der Kommission für die Erarbeitung eines einheitlichen Logos (common brand), “damit wir auf internationaler Ebene die einheitliche Identität der Päpstlichen Missionswerke unter Achtung der lokalen Unterschiede und Erfordernisse darstellen können”.
Im zweiten Teil seiner Ansprache nannte Erzbischof Rugambwa dann verschiedene Herausforderungen und erinnerte dabei an seine Ansprache vor fünf Jahren: “Wir haben unser Nachdenken und unsere Debatte über die Päpstlichen Missionswerke, als Werke des Papstes und der Bischöfe und über die Beziehungen zwischen der Weltmission und den Päpstlichen Missionswerken, ihre Einordnung und Zusammenarbeit im Bezug auf andere missionarische Einrichtung, die zivile Gesetzgebung im Hinblick auf Hilfswerke, die Perspektiven und die Arbeitsprogramme noch nicht abgeschlossen”.
Deshalb forderte der Erzbischof einen aufrichtigen und offenen Austausch, “über die Zukunft der Einrichtungen, die sich nicht von einer überholten Wiederholung einer bisher verfolgen Arbeitsweise bremsen lassen dürfen” sondern “sich mutig und kreativ um einen Erkenntnisprozess im Umdenken der Strukturen und der Arbeitsstile und –Methoden“ stellen müssen, damit „die Mission im Herzen des christlichen Glaubens neu entdeckt wird“.
“Im Mittelpunkt und am Rande unsere Öffentlichkeitsarbeit, unserer Spendenkampagnen und des Verteilens”, so der Erzbischof, “müssen wir uns um mehr Übereinstimmung und Zusammenarbeit bemühen auf der Grundlage einer immer wieder neuen Umkehr zur Überwindung eines unangemessenen und störenden Protagonismus, der dem Evangelium widerspricht”.
“Diese Provokationen erfordern eine präzise Reflexion und Analyse und das Gebet. Wir müssen nicht alles sofort tun. Wir müssen keine gewaltsamen Erschütterungen herbeiführen. Es geht vielmehr um einen Mentalitätswandel und die Änderung der Arbeitsweise bei der apostolischen Tätigkeit der Päpstlichen Missionswerke. Je mehr wir unsere Interessen, unsere Leidenschaft und die wahren Erfordernisse der Mission in den Mittelpunkt stellen, um so leichter ist Umkehr und damit das Ende des Protagonismus und der Beginn eines kirchliche, brüderlichen und evangelischen Dienstes, der uns das Heil bringt”, Erzbischof Rugambwa.
(SL) (Fides 29/5/2017)


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