AMERIKA/KOLUMBIEN - Bischof Barreto fordert Wiederaufnahme der Gespräche zur Beendigung des Generalstreiks

Dienstag, 23 Mai 2017 politik   hunger   gesundheitswesen   ortskirchen  

Chocò (Fides) – "’Jetzt oder nie!’, so denken viele Menschen, wenn sich ihnen die Möglichkeit bietet mit dem hohen Autoritäten des kolumbianischen Staates zu sprechen und zu verhandeln”, so Bischof Juan Carlos Barreto von Quibdó im Westen Kolumbiens, gegenüber Journalisten am vergangenen 22. Mai. Der Bischof bat die Regierung um die Wiederaufnahme der Gespräche mit den Verantwortlichen in Chocó und Buenaventura, damit der Generalstreik, der in den beiden Städten seit fast zwei Wochen anhält, beendet wird. "Die Menschen fordern Rechte, die von grundlegender Bedeutung sind und wenn, sie ihre Proteste nicht über normale Kanäle loswerden können, dann kommt es zur Mobilisation", so der Bischof.
Die Regierung hatte 2016 Zuschüsse für die Region in Höhe von 720 Millionen Pesos in Aussicht gestellt. Das Versprechen wurde jedoch nicht eingehalten. Unter anderem fordern die Bürger den Bau eines Krankenhauses und die strafrechtliche Verfolgung von Korruption in der Lokalverwaltung.
"Das Bürgerkomitee betont ausdrücklich, dass man gegen korrupte Beamte in Chocó protestiert, da die Korruptionsbekämpfung auf allen Ebenen bisher nicht stattfindet. Dafür bezahlen die Menschen, die das Notwendigste entbehren müssen", so Bischof Barreto.
(CE) (Fides, 23/05/2017)


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