ASIEN/CHINA - Erzbischof Andreas Wang Chongyi gestorben: Er war einer der ältesten Bischöfe in Kontinentalchina

Montag, 8 Mai 2017

Faith

Guiyang (Fides) – Am Donnerstag, den 20 April 2017 starb der emeritierte Erzbischof von Guiyang in der Provinz Guizhou, Andreas Aniceto Wang Chongyi. Er war 97 Jahre alt und einer der ältesten Bischöfe in Festlandchina. Der Erzbischof wurde am 26. Oktober 1919 in dem Dorf Huangguoshu im Distrikt Zhenning in der Provinz Guizhou als Sohn einer katholischen Familie geboren. Im Alter von 13 Jahren trat er in das Kleine Seminar in Guiyang ein. Danach besucht er das Seminar „St. Paul” und im Anschluss das Groß Weminar “St. Peter”. Am 24. Oktober 1949 wurde er zum Priester geweiht und zum Pfarrer der Gemeinden Meitan und Zunyi ernannt. Während der Kulturrevolution wurde er festgenommen und zur neunjährigen Zwangsarbeit im Dorf Zhenning verurteilt. 1979 kehrte er in die Pfarrei Zunyi zurück und 1981 wurde er zum Pfarrer im Norden von Guiyang ernannt.
Am 4. Dezember 1988 wurde er zum Bischof von Guiyang ernannt. Mit apostolischem Pflichtbewusstsein leitete er das ihm anvertraute Gottesvolk. Er war ein großzügiger Hirte und bereitete seine pastorale Arbeit sorgfältig vor. Man erinnert sich an ihn auch wegen seiner Freundlichkeit und humanen Höflichkeit. Am 8. September 2014 reichte er sein Rücktrittsgesuch ein, das von Papst Franziskus am 4. März 2015 angenommen wurde. Er überließ das Amt seinem Koadjutor Paul Xiao Zejiang, den er selbst am 8. September 2007 geweiht hatte.
In der Erzdiözese Guiyang gibt es derzeit 23 Priester und über 40 Ordensschwestern und rund 100.000 Katholiken, darunter auch viele Mitglieder ethnischer Minderheiten. Die Beisetzung fand am 22. April in der Kathedale in Guiyang statt.
(SL) (Fides 08/05/2017)


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