AMERIKA/PUERTO RICO - Insolvenzverfahren soll Bürger und Dienstleistungen schützen

Donnerstag, 4 Mai 2017 politik   wirtschaft   armut  

San Juan (Fides) – Der Gouverneur von Puerto Rico, Ricardo Rosselló, beantragte beim Kontrollrat ein Insolvenzverfahren entsprechend Artikel 3 des unterzeichneten Abkommens. Der Kontrollrat nahm diesen Antrag des Gouverneurs an (vgl. Fides 26/04/2017).
Eric LeCompte, Geschäftsführer des Jubilee USA Network betont in diesem Zusammenhang: "Der Gouverneur und der Kontrollausschuss haben einen wichtigen Schritt unternahmen, damit die Bürger und die grundlegenden Dienstleistungen auf der Insel geschützt werden können. Dieser Schritt ist lebenswichtig für Puerto Rico, wenn es darum geht die Last der Auslandsverschuldung wie versprochen zu erleichtern. Mit dieser Maßnahme kann die Schuldenlast auf ein vertretbares Niveau gesenkt werden, sie bietet besonders verletzlichen Bevölkerungsteilen Schutz und fördert Transparenz".
Die katholische Kirche fordert seit langem eine Lösung für Puerto Rico (vgl. Fides 04/12/2015), dessen Schuldenlast 73 Milliarden Dollar beträgt. Rund 45% der Einwohner leben in Armut und es wird eine Kettenreaktion befürchtet, die vor allem zu einem Zusammenbruch der Dienstleistungen, insbesondere des Gesundheitswesens führen könnte.
(CE) (Fides, 04/05/2017)


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