AMERIKA/VENEZUELA - Bischöfe: “Ein Appell an das Gewissen zum friedlichen und entschlossenen Handeln”

Samstag, 1 April 2017

Caracas (Fides) – Nach den jüngsten Ereignissen in Venezuela und der Absetzung des Parlaments durch das Verfassungsgericht kam es zu nationalen und internationalen Protesten (vgl. Fides 31/03/2017) die Venezolanische Bischofskonferenz (CEV) erläutert ihre Position in einer gemeinsamen Verlautbarung: "Es handelt sich um eine sehr schwerwiegende nationale Krise, die der Demokratie Schaden zufügt und das Zusammenleben der Venezolaner gefährdet. Die Machtausübung ist in Venezuela verzerrt... Die Ausschaltung des Parlaments und dessen Ablösung durch die juridische Macht und die Exekutive ignoriert völlig die Tatsache, dass die Souveränität beim Volk liegt".
"Dies ebnet Willkür, Korruption und Verfolgung den Weg, wir stehen am Abgrund einer Diktatur und wie immer sind die Schwachen und Armen in der Gesellschaft besonders betroffen. … Diese Verzerrung ist moralisch inakzeptabel", so die Bischöfe weiter.
"Angesichts des Bösen dürfen wir nicht untätig bleiben… Wir müssen an das Gewissen der Menschen appellieren und sie zu friedlichem und entschlossenen Handeln gegen den Übergriff der Macht auffordern... Wir müssen unsere eigenen Rechte schützen und die der anderen", betonen die Bischöfe.
"Es ist an der Zeit, dass wir uns ernsthaft und verantwortungsbewusst fragen, ob zum Beispiel ziviler Ungehorsam und friedliche Proteste angemessen wären”, so die Bischöfe abschließend.
Bereits gestern kam es zu ersten Protesten. Unterdessen soll laut jüngsten Agenturberichten der venezolanische Präsident Nicolas Maduro das Verfassungsgericht um eine Revision des Urteils über die Ausschaltung des Parlaments gebeten haben.
(CE) (Fides, 01/04/2017)



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