AFRIKA/GHANA - Nuntius in Ghana: “Der Papst betrachtet Ghana als Beispiel für Demokratie in der Region”

Donnerstag, 30 März 2017 ortskirchen  

Accra (Fides) - “Die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Ghana sind exzellent und haben sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt”, so der Apostolische Nuntius in Ghana, Erzbischof Jean-Marie Speich, anlässlich des 40jährigen Jahrestages der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Ghana (vgl. Fides 23/2/2017).
“Der Heilige Vater betrachtet Ghana als ein Land, dass seinen Nachbarn bei der Konsolidierung der Demokratie helfen kann. Ghana liegt ihm am Herzen und er betet dafür, dass sich das Land in Frieden und auf der Grundlage der Demokratie zum Wohn seiner Bürger entwickeln möge und die Korruption bekämpft wird, die die Wirtschaft des Landes beeinträchtig”, so der Nuntius.
Zum Beitrag der katholischen Kirche zur Entwicklung des Landes betont Erzbischof Speich: “Wir Fördern hunderte Projekte jeder Art im sozialen Dienst im ganzen Land. In Trägerschaft der katholischen Kirche befinden sich über 4.600 Grundschulen und Mittelstufenschulen, Internate und Universitäten, in denen nur 25% der Schüler und Studenten katholisch sind. Die Kirche betreibt außerdem 27% der Gesundheitseinrichtungen Ghanas, darunter Kliniken, Krankenhäuser und Krankenstationen. Und ich könnte so weiter machen, doch Statistiken und Zahlen sind nutzlos und nicht sehr katholische. Wir müssen nur Gott gegenüber Rechenschaft ablegen. Deshalb darf der Beitrag der katholischen Kirche nicht auf Zahlen beschränkt sein, denn wir haben es mit Menschen zu tun, mit ihrer wunderbaren Würde, unabhängig von Herkunft, Ethnie und Religion. Ein Mensch ist das edelste Wesen der Welt. Wir glauben, dass sie von Gott kommen und zu Gott zurückkehren und aus diesem Grund wollen wir Gott durch den Menschen dienen und dies so gut wir können”.
“Die katholische Kirche leistet auch fantastische Arbeit als Mitglied der ‘Ghana Conference of Religions for Peace’ und dem ‚National Peace Council’“, so der Vatikandiplomat abschließend, „Ich möchte nur ein wunderbares Beispiel zitieren: in der Volta-Region konnte eine Aussöhnung zwischen Nyonka und Alavanyo in Upper East, und zwischen den Kukumbas und Namumbas erzielt werden. Dazu gratuliere ich dem ‘Satellite Peace-Building Center’ in Tamale und dem ‚Centre for Conflict Transformation and Peace Studies’ in Damongo. Ich werde auch die anderen Botschaften bitten, diese Initiativen zu unterstützen”.
(A.A) (L.M.) (Fides 30/3/2017)


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